von ts 04.03.2018 22:36 Uhr

Totalabsturz der Grünen in Kärnten

Katastrophales Wahlergebnis der Grünen bei der Landtagswahl in Kärnten: drei Viertel der Ökowähler schenken ihnen kein Vertrauen mehr.

Symbolbild / Quelle: APA

Am Wahlabend gibt es bei den Grünen rund um Spitzenkandidaten Rolf Holub lange Gesichter. Sie verlieren etwa drei Viertel ihrer Wähler und sacken ersten Hochrechnungen zufolge von ehemals 12,1 Prozent auf 3,1 Prozent ab. Somit ist die Ökopartei im neuen Landtag nicht mehr vertreten, was auch katastrophale Folgen für die Tilgung der Parteischulden auf Bundesebene hat.

Klamme Kassen

Seit dem Scheitern bei der Nationalratswahl 2017 hadern die Grünen mit ihren Parteifinanzen und mussten bereits über hundert Mitarbeiter aus ihrem überdimensionierten Stab entlassen.
Die Stimmenverluste bei der Landtagswahl im Bundesland Tirol vor einer Woche bedeuteten einen Rückgang der grünen Sitze im Bundesrat, wodurch sie ihren Klubstatus verloren. Dadurch muss die hochverschuldete Partei ein Einbußen von etwa 370.000 Euro im Jahr hinnehmen.

Glawischnig und Novomatic

Der Kärntner Parteichef Rolf Holub hatte sich als Aufdecker des Hypo-Skandals einen Namen gemacht und die Grünen bei der Landtagswahl 2013 zu zweistelligen Prozentanteilen verholfen. Aber dies ist mittlerweile Geschichte und dem Wahlvolk wird ein schlechtes Gedächtnis nachgesagt.
Frisch in Erinnerung hingegen ist der Wechsel von Ex-Bundesparteichefin Eva Glawischnig zum Glücksspielkonzern Novomatic – den die Grünen stets scharf kritisiert hatten – ausgerechnet am Freitag vor der Wahl angekündigt.

Grüner Scherbenhaufen

Die österreichischen Grünen stehen nun vor einem absoluten Scherbenhaufen: ein Schuldenberg, eine ehemalige Parteichefin, die durch einen eigennützigen Karriereschritt das Saubermann/frau-Image der Partei ramponiert hat, geringe Präsenz in den Landtagen, keine starken Führungspersönlichkeiten mit Erfahrung und keine zeitgemäßen Antworten auf die Migrationskrise.
Diese Schwäche wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch Auswirkungen auf die Nationalratswahl 2022 haben.

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