von ih 03.07.2017 18:17 Uhr

750 Soldaten möglicherweise bald am Brenner

Österreich bereitet sich nach den alarmierenden Meldungen der zunehmenden Flüchtlingsbewegungen über das Mittelmeer auf den Notfall vor. Laut einem Bericht der Kronen Zeitung soll Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) am Montag bereits alle Vorbereitungen für die Sicherung der Brennergrenze getroffen haben.

APA

„Angesichts der Migrationsentwicklung in Italien müssen wir uns vorbereiten. Ich erwarte sehr zeitnah, dass Grenzkontrollen aktiviert werden und ein Assistenzeinsatz angefordert wird“, so Verteidigungsminister Doskozil am Montag gegenüber der Kronen Zeitung.

Der Minister hält einen Militäreinsatz am Brenner für „unabdingbar“, sollte der Zustrom von Migranten aus Afrika nach Italien nicht geringer werden. Das österreichische Bundesheer würde sich im Moment bereits auf einen solchen Einsatz vorbereiten.

Der Führungsstab um Doskozil hat bereits nach Eintreffen der alarmierenden Neuigkeiten aus Italien die ersten Planungen und Vorbereitungen für eine Grenzsicherung am Brenner durchführen lassen. So sollen für den Militäreinsatz rund 750 Soldaten am Brennerpass stationiert werden.

Österreich kann innerhalb 72 Stunden „dicht machen“

Bereits am Sonntag hat das Verteidigungsministerium vier Pandur-Radpanzer zum Absperren von Straßen auf den Brenner bestellt. So soll eine Aktivierung des sogenannten Grenzmanagements im Notfall innerhalb von nur 72 Stunden möglich sein.

Welch gravierende Auswirkungen ein solcher Schritt für Nord- und Südtirol haben könnte, kann im Moment noch nicht gesagt werden. Mehrere Wirtschaftzweige zittern allerdings bereits jetzt vor einer möglichen Schließung des Brenners.

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