von red 15.02.2017 17:37 Uhr

Bürgermeister als Schuhputzer

Heute Vormittag hat sich den Passanten in der Meraner Laubengasse ein kurioses Bild geboten. Der Bürgermeister der Stadt Meran, Paul Rösch, war am Kornplazt kniend als Schuhputzer anzutreffen.

Foto: Facebook

Die Geschichte hinter dem Bild beginnt schon vor einigen Monaten. Der unabhängige Meraner Gemeinderat Kurt Duschek kümmert sich schon seit geraumer Zeit um Malik, ein Asylwerber aus dem Senegal. Da es bisher nicht möglich war, eine Arbeit für den jungen Mann zu finden, kam Duschek auf eine Idee: Er besorgte Schuhpflege-Utensilien und gab sie Malik zur Hand. Damit soll der Schwarzafrikaner den Bürgern der Kurstadt künftig gegen ein Taschengeld die Schuhe putzen, um nicht auf die Bettelei angewiesen zu sein.
Gestern war Maliks zum ersten Mal als Schuhputzer im Einsatz. Im Laufe der Woche besuchen die beiden mehrere Orte der Stadt.

Was hat denn nun der Bürgermeister mit der Initiative zu tun?

„Der Gemeinderat Duschek hat mich gefragt ob ich heute um halb elf Uhr auf den Kornplatz kommen kann, um mir dort von Malik die Schuhe putzen zu lassen. Ich sagte ich komme gerne vorbei, ich halte das nämlich für eine gute und konstruktive Sache. Schuheputzen ist in deren Ländern üblich, so wie es bei uns früher auch der Fall war.“ sagt Rösch im Gespräch mit UT24.

Bevor Rösch zu dem Treffen aufbrach dachte er sich einen „Gag“ aus:

„Bevor ich hinunter gegangen bin hatte ich das Bild im Kopf, wo sich der Herr Duschek die Schuhe putzen ließ. Er, der große weiße Herr, und unter ihm kniend der Schwarze, der ihm ganz untergeben die Schuhe putzt. Ich dachte mir: Ok, ich lasse mir zwar die Schuhe putzen, aber zugleich putze ich ihm seine Schuhe auch. Wir Menschen sind eh irgendwann alle gleich.“

Die Aktion sei also eine spontane gewesen, die aus dem „Gefühl“ heraus entstanden ist. Es habe laut Rösch keinerlei große Überlegung dahinter gestanden, wie etwa nach dem Motto „Wir sollten alle Schwarzen die Schuhe putzen“.

Der Bürgermeister zeigte sich froh über diesen „Akt der Menschlichkeit“, der das Zusammenleben fördere.

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  1. Puschtra
    17.02.2017

    Ich warte eher darauf, dass eine Muslima in einen Altersheim, den “Ungläubigen” den
    Allerwertesten wäscht, weil wir ja so einen Fachkräftemangel haben.

  2. Polikscanner
    16.02.2017

    Fehlt nur noch, dass er im den Allerwertesten putzt. Ein tolles Signal an die Masse der Kulturbereicherer………

    Mfg

  3. Diandl
    15.02.2017

    So etwas stünde auch seinem Bozner Berufskollegen gut zu Gesicht.
    Erst verliert er die Nerven, weil man ihm ein nicht gefälliges Präsent überreicht, dann spielt er die beleidigte Leberwurst und verweigert der SAD das Gespräch, weil sie nicht so tut, wie er wohl will.
    Was er betreibt, ist nicht Politik. Er ist im Mittelalter steckengeblieben. Vielleicht sollte er sich anderswo versuchen oder einfach seine Rente genießen.

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