von red 22.11.2016 14:55 Uhr

Italiener einig gegen Tiroler Traditionen

Scharfe Kritik an den Aussagen von Landeshauptmannstellvertreter Christian Tommasini hat der Landtagsabgeorndete Andreas Pöder geäußert. Tommasini habe „keinen Respekt für lokale Traditionen“.

Bild: Fotomontage UT24/ Facebook/Christian Tommasini Facebook/Alessandro Urzì

Nachdem Landesüblichen Empfang für den EU-Kommissionspräsidenten Jean Claude Juncker am Freitag, gingen die Wogen hoch. Alessandro Urzì (Alto Adige nel Cuore) und Roberto Bizzo (PD) stellten sich gegen die Zeremonie. Landeshauptmann Arno Kompatscher bezeichnete den Landesüblichen Empfang hingegen als „gute alte Tiroler Tradition“.

Nun hat sich auch Christian Tommasini über Facebook in den Zwist eingeklinkt und versuchte Andreas Pöder und Sven Knoll zurechtzuweisen. Pöder kontert:

„Wenn es um die Verteidigung der italienischen Nationalismen und faschistischen Symbole geht, dann halten die italienischen Parteien in Südtirol zusammen“, so Pöder.

„In dubbio pro Faschismus“, müsse man dem Partito Democratico Alto Adige vorwerfen, wenn man die jüngsten Äußerungen des PD und seiner Landespolitiker zum landesüblichen Empfang beim Juncker-Besuch und zu den Ortsnamen betrachtet.

Heftige Kritik übt der Landtagsabgeordnete an SVP-Koalitionspartner und Vize-Landeshauptmann Cristian Tommasini: „Der Vize-Landeshauptmann Christian Tommasini stellt sich einmal mehr auf die Seite italienischer Nationalisten und Anti-Südtirol-Kräfte. Der PD outet sich angesichts eines völlig harmlosen und gelungenen landesüblichen Empfangs beim Juncker-Besuch als Verteidiger der ´italianitá´ in Südtirol“, so Pöder.

„Tommasini verlangt Respekt für die Italiener, lässt es aber an Respekt für die lokalen Traditionen und für die Südtiroler Bevölkerung vermissen: Wer die faschistischen Symbole und Relikte inklusive Ortsnamen beharrlich verteidigt, hat kein Recht, lokale gewachsene Traditionen in Südtirol auch nur ansatzweise in Frage zu stellen. Die Südtiroler Schützen haben mehr lokale Tradition und europäischen Geist in ihren Federn als die italienischen Parteien in Südtirol zusammen“, so Pöder.

„Ich wiederhole nochmals, dass ich den jüngsten Besuch des EU-Kommissionspräsidenten Jean Claude Juncker als Foto-Kulisse für Landeshauptmann Arno Kompatscher ohne besonderen Mehrwert für Südtirol betrachte. Der landesübliche Empfang war aber korrekt. Würde man die italienischen ´Traditionen´ in Südtirol präsentieren, würde man eine ´megafiguraccia´ machen. Die italienischen ´Traditionen´ in Südtirol haben überwiegend etwas mit faschistischen Relikten oder dem Festhalten an faschistischen Überbleibseln und nationalistischem Imponiergehabe zu tun.“

Pöder fügt hinzu: „Ich verteidige die Schützen vor den nationalistischen Angriffen und nicht das Gejammere einiger italienischer Nationalisten. Die Italiener selbst sind aufgerufen, lokale Werte und Traditionen zu entwickeln.“

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  1. Brennessel
    22.11.2016

    Wer weder Werte noch Tradition kennt, kann auch keine entwickeln.
    Sie kamen als Besatzer und benehmen sich bis heute wie Besatzer.
    Das Geblärr von Tommasi und Urzi ist einfach nur lächerlich.
    Aber es gibt ja genug deutschsprachige Altoatessienen, diese werden unseren kleinen Faschos Trost spenden und die Süd Tiroler zur sofortigen und verpflichtenden Selbstgeißelung aufrufen.

  2. Puschtra
    22.11.2016

    Bei der PD oder leider zu vielen Anhängern fehlt bei PD das N vorne,
    Die NPD hat genau so Nationalistische Züge, wie unseren hochgeehrten Faschisten.

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