von st 29.10.2015 07:04 Uhr

“Naziarschloch! Du hilfst mir nicht, weil ich Ausländer bin”

Bildschirmfoto: helpforkids.at

Heute kann jeder ein Nazi sein. Auch ehrenamtlich tätige Menschen, die mit Spendenfonds hilfsbedürftige Familien unterstützen.

Der Spendenfond „Help for Kids“ des Tiroler Harald Lederer wurde anlässlich eines Spendenprojekts für die damals zweijährige Maria aus Hall (Tirol) gegründet, die am Prader-Willi-Syndrom (PWS) erkrankte.

„Die Hauptaufgabe dieses Spendenfonds ist die finanzielle Unterstützung von Notleidenden und bedürftigen Kindern aus Tirol. Dabei spenden wir auch an Vereinen wie z.B. die Tiroler Kinder-Krebs-Hilfe welche sich auch wiederum für Kinder aus Tirol kümmern“, beschreibt Lederer die Aufgabe des Spendenfonds.

Am gestrigen Mittwoch erreichte den Verein SOCCER Team, der mit dem Spendenfond eng zusammenarbeitet, eine Anfrage eines Nicht-Österreichers, der in Salzburg lebt. Dieser wollte, so erklärt Lederer, so schnell wie möglich 5.000 Euro für sein angeblich krankes Kind.

„Ich antwortete ihm, dass ich alleine erstens gar nichts kann und zweitens ich alleine nicht der Verein bin und das nicht alleine entscheiden , wer was und wieviel bekommt. Weiters folgt Punkt 3, dass unser Verein SOCCER Team und unser Spendenfond ‚Help for Kids‘ ausschließlich Familien, die in Tirol fix leben (egal welcher Herkunft. Ich habe ihm noch mein Bedauern ausgedrückt und nützliche Links, wo man sich in Salzburg hinwenden kann, übermittelt“, erklärt Lederer.

Was dann geschah, bewegte den hilfsbereite Tiroler dazu, die Anfrage publik zu machen. Denn der Zuwanderer antwortete Lederer:

“Hallo Naziarschloch!
Nur weil ich Ausländer bin hilfst du nicht. Du bist 1. arrogant, 2. hässlich und 3. fettsau!

werde dir den kopf einschneiden! du vergisst mich nicht. kenne deine familie du wixxer”

(Rechtschreibfehler im Original).

Lederer sagt, er habe keine Angst, doch ein solches Umgehen mit anderen Menschen mache ihn traurig. „Ich lebe nach dem Prinzip: Ich gebe das, was es mir möglich ist zu geben – und das sehr gerne.“

An den wütenden Ausländer richtet er die Nachricht: „Sollte es deinem Kind wirklich so schlecht gehen, wünsche ich dir alle Kraft der Welt und hoffentlich findest du Jemanden, der dir in deinem Fall (Ort) weiterhelfen kann. Viel Glück!“


Hier geht es zum Spendenfond “Help for Kids”

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