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  • Grüne wollen bei Landtagswahl auf Klimaschutz setzen

    Die Tiroler Grünen wollen bei der kommenden Landtagswahl am 25. Februar trotz herber Verluste bei der Nationalratswahl ihren Wurzeln treu bleiben und auf das Thema Umwelt setzen. Nicht das Thema sei bei der NR-Wahl der Fehler gewesen: „Klimaschutz wird von uns erwartet, aber die Wähler müssen damit auch etwas anfangen können“, sagte Spitzenkandidatin und LHStv. Ingrid Felipe.

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    Mit Klimazielen bis 2050 hätten viele Bürger nichts anfangen können, vielmehr brauche es konkrete Ziele und Projekte, die auch umgesetzt werden können, meinte Felipe am Donnerstag in Innsbruck. Klubobmann Gebi Mair sah die Sache ähnlich: „Mir wurden viele Begründungen genannt, warum bei der Nationalratswahl nicht Grün gewählt wurde – weil wir für die Umwelt sind, war aber keiner davon“, zeigte sich Mair überzeugt.

    Erstmals soll die Basis beim Wahlprogramm auch mitentscheiden dürfen. „Wir haben aus dem 15. Oktober etwas gelernt. Wir müssen den Wähler in den Mittelpunkt und die Umwelt in den Fokus stellen“, erklärte Mair. Im Vorfeld seien Anliegen der Grünen gesammelt worden, die nun auf rund 25 konkrete Themen bzw. Projekte heruntergebrochen werden sollen. Diese könne dann die Basis in einer Art online bzw. Briefabstimmung gewichten. Die fünf Themen mit dem meisten Zuspruch sollen dann zentral für den grünen Wahlkampf sein.

    Für die nächste Legislaturperiode ist für die Grünen sowohl eine weitere Regierungsbeteiligung, als auch der Gang in die Opposition vorstellbar. „Wir hätten noch viele gute Ideen für weitere fünf Jahre. Sollte wir in Opposition gehen, würden wir dafür sorgen, dass nicht alles der vergangenen fünf Jahre wieder zurückgenommen wird, wie es derzeit im Bund zu sein scheint“, meinte die Spitzenkandidatin. Vor allem aufgrund der bevorstehenden schwarz-türkis-blauen Bundesregierung brauche es in den Ländern ein starkes Gegengewicht, betonte Mair.

    Einen „Kuschelkurs“ der Tiroler Grünen in der derzeitigen schwarz-grünen Landesregierung wollte sich Felipe nicht nachsagen lassen. „Es ist ein Kampf, kein Wellnessurlaub“, erklärte die LH-Stellvertreterin. Diskussionen würde man aber nicht in der Öffentlichkeit austragen. Bei der Tiroler Volkspartei werde sich nach der Landtagswahl die Frage stellen, ob sie den neuen Kurs auf Bundesebene gehen will, oder am Tiroler Weg festhalten will, meinte Mair. Daran werde auch eine mögliche Regierungsbeteiligung der Grünen hängen, denn mit Leuten wie „Sobotka oder Strache können wir nicht“, hielt der Klubobmann fest.

    APA

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