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  • „Bin ganz gemütlich durchgeschlittert“ – Interview

    Jonas Oberstaller aus Taisten hat es geschafft. Der sympathische Musiker aus dem Pustertal hat am Donnerstag bei der Casting-Show „The Voice of Germany“ seinen ersten großen Auftritt vor Millionen von Fernsehzuschauern. Im Gespräch mit UT24 verrät Oberstaller exklusiv, warum er glaubt, das deutsche Publikum überzeugen zu können.

    Jonas Oberstaller macht bereits seit längerer Zeit Musik. Nun will er sein Glück bei „The Voice of Germany“ versuchen - Foto: Oberstaller


    UT24:
    Hallo Jonas, du machst ja bereit seit längerer Zeit leidenschaftlich Musik. Wie bist du eigentlich dazu gekommen, jetzt auch bei einer Casting-Show mitzumachen?

    Das war eigentlich ganz eine hetzige Geschichte. Eine gute Freundin hat mich im Frühjahr darauf angesprochen, da sie davon gehört hat, dass für „The Voice“ gerade die Anmeldungen laufen. Ich habe mir das Ganze dann sehr gut durch den Kopf gehen lassen und mir anfangs nicht viel dabei gedacht. Als ich dann zu Hause war und ein gutes Glas getrunken habe, habe ich mich dann spontan angemeldet. Und irgendwie ist das Ganze dann recht gut angelaufen.

    UT24: Erzähl uns doch etwas mehr. Wie ist die ganze Geschichte dann weitergegangen?

    Also nach der Anmeldung gibt es für dich als Kandidaten mehrere Möglichkeiten. Du kannst in mehreren Städten Deutschlands an einer Vorausscheidung teilnehmen. Ich war z.B. in München dabei. Dort finden dann drei Ausscheidungsrunden statt, bei denen du dich bewähren musst. In der dritten Runde werden dann auch Videos gemacht. Diese werden dann ausgewertet, bis nur noch wenige Teilnehmer übrig bleiben, die an einer weiteren Runde in Berlin teilnehmen dürfen. Und irgendwie bin ich da immer ganz gemütlich durchgeschlittert (lacht).

    UT24: Mittlerweile gibt es in der TV-Landschaft ja unzählige Casting-Show, die zur Auswahl stehen. Warum hat es dich denn ausgerechnet zu „The Voice of Germany“ verschlagen?

    Eigentlich hätte ich bei der italienischen Version auch mitmachen können. Aber ich kann einfach so schlecht Italienisch. Das wäre dann ein bisschen peinlich gewesen, wenn ich da auf der Bühne stehe (lacht). Wobei ich auch sagen muss, dass mir die anderen Casting-Shows nicht ganz so seriös vorkommen. Im Vergleich zu DSDS z.B. finde ich „The Voice“ deshalb so gut, weil es hier in erster Linie um deinen Gesang geht. Außerdem lernt man viele interessante Leute kennen, von denen man unheimlich viel lernen kann. Nicht zuletzt ist die Reichweite für dich als Musiker in Deutschland natürlich überaus groß.

    UT24: Wie waren denn so die Reaktionen aus deinem Umfeld? Wurdest du vielleicht sogar auf der Straße angesprochen, nachdem der erste Trailer im Fernsehen lief?

    Offiziell gemacht wurde meine Teilnahme ja erst gestern (Anm. der Red.: Montag, 13.11.). Natürlich ist es vereinzelt auch schon vorher durchgesickert. Freunde und Kollegen haben mich deshalb immer wieder darauf angesprochen. Zu der Zeit habe ich aber noch nicht viel verraten dürfen. Die Sendung ist ja bereits im Sommer aufgezeichnet worden. Das war dann oft nicht ganz so leicht – vor allem, wenn man vielleicht einmal zu viel getrunken hat (lacht).

    UT24: Welche Ziele hast du dir denn persönlich jetzt gesetzt für die Sendung? Möchtest du vielleicht sogar gewinnen?

    Rein von der Show her war es mein Ziel, es überhaupt ins Fernsehen zu schaffen – und natürlich mit den anderen Teilnehmern eine coole Zeit zu haben. Aber jetzt wirklich das Ziel gesetzt, die Sendung zu gewinnen, habe ich mir eigentlich nicht. Ich finde nämlich, dass man bereits in den vergangenen Ausgaben gesehen hat, dass die Gewinner nicht wirklich lange musikalisch bestehen. Nichts desto trotz gibt man natürlich immer sein Bestes und will so weit als möglich kommen.

    UT24: Solltest du es dennoch ins Finale schaffen, werden die Zuschauer über Telefon den Sieger bestimmen. Leider dürfen die Südtiroler dann nicht für dich anrufen. Ein Nachteil?

    Ja, das stimmt leider. Man darf nur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz anrufen. Aber das ist jetzt schwierig einzuschätzen. Natürlich hat man in einem solchen Fall einen kleinen Nachteil, weil deine ganzen Freunde und Bekannten vom Voting ausgeschlossen sind. Dennoch denke ich, dass das auch so zu schaffen wäre.

    UT24: Welche Tipps würdest du jungen Musikern geben, die ebenfalls mit dem Gedanken spielen, an einer Casting-Show teilzunehmen? Lohnt es sich deiner Meinung nach?

    Es ist auf jeden Fall eine bärige Erfahrung. Vor allem deshalb, weil man haufenweise Leute kennenlernt, die die gleiche Interessen haben wie du. Alle machen Musik, man verbringt viel Zeit miteinander, und tauscht sich aus. Ich denke, das ist sicher eine tolle Erfahrung, die man nie wieder vergisst. Deswegen würde ich es eigentlich jedem empfehlen. Man darf natürlich nicht mit zu vielen Erwartungen an die ganze Sache herangehen. Wenn es aber klappt, ist es für dich logisch eine tolles Sprungbrett und eine Werbeplattform. Danach muss man aber immer schauen, das Beste daraus zu machen und dran zu bleiben.


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