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  • EVTZ: Südtirol übernimmt Vorsitz der Europaregion

    Am Donnerstag fand in Trient die Vorstandssitzung des Europäischen Verbundes für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) Tirol statt. Dabei übernahm das Land Südtirol von Welschtirol den zweijährigen Vorsitz.

    Die Tiroler Landeshauptleute - Foto: Presseamt Welschtirol

    „Mein Dank gilt meinem Amtskollegen LH Ugo Rossi für die ausgezeichnete Kooperation im Sinne der Euregio“, sagte Nord- und Osttirols LH Günther Platter.  Gleichzeitig wünschte der Nord- und Osttiroler Landeshauptmann dem Südtiroler LH Arno Kompatscher viel Erfolg für die kommenden zwei Vorsitzjahre. „Ich bin davon überzeugt, dass die Ziele der Euregio unter Südtiroler Vorsitz genauso gründlich verfolgt werden und freue mich auf die konstruktive Zusammenarbeit mit LH Kompatscher.“

    Die Bevölkerung müsse Vertrauen in die Europaregion Tirol haben. Und laut Umfragen, wünschen sich 90 Prozent der Befragten in den Regionen, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Tiroler Landesteilen intensiviert. „Wir erfüllen diesen Auftrag auch, indem wir junge Menschen über verschiedenste Projekte – von Sport bis Wissenschaft – für die Europaregion interessieren“, sagte LH Platter.

    Rund 650 Jugendliche, 38 Schulen und rund 1.600 Studenten waren bei verschiedenen Initiativen der Europaregion involviert. Den nächsten Schritt in diese Richtung wird durch die Etablierung eines Schülerforums im kommenden Sommer in Alpbach sein.

    Gesamttiroler Wissenschaftsfonds mit 3,2 Millionen Euro dotiert

    Die mit 3,2 Millionen Euro dotierte Ausschreibung richtet sich vor allem an mehrjährige Verbundforschungsprojekte, die alle drei Forschungsstandorte der Europaregion einbinden, unabhängig von der Fachrichtung. Wenn wir die Europaregion weiterbringen wollen, dann brauchen die Gesamttiroler Projekte Substanz. Mit dem Wissenschaftsfonds machen wir den Mehrwert der Europaregion auch in der Forschung spürbar und bieten eine echte Perspektive für Fortschritt, Entwicklung und internationale Wettbewerbsfähigkeit”, so die Tiroler Landeshauptleute.

    Der Gesamttiroler Wissenschaftsfonds wurde 2014 als Leuchtturmprojekt der Europaregion ins Leben gerufen; mit über 70 Einreichungen verliefen die ersten beiden Ausschreibungen sehr erfolgreich. Schließlich wurden insgesamt über 2,3 Millionen Euro an acht ausgewählte, grenzüberschreitende Projekte ausgeschüttet, mit denen 24 neue Arbeitsplätze für Euregio-Forschende geschaffen wurden. Weitere Informationen finden sich unter www.europaregion.info/research

    Rück- und Ausblick

    Der scheidende EVTZ-Präsident und Welschtiroler Landeshauptmann Ugo Rossi zog Bilanz über die Vielzahl an Gesamttiroler Projekten, die sich auf Jugend, Bildung, Forschung sowie das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Umfeld in der Europaregion bezogen.

    Die Schwerpunkte Südtirols für die kommenden zwei Jahre liegen auf Mobilität, Kultur und Mehrsprachigkeit. „Ich bin erfreut, dass auch Südtirol uns dabei unterstützt, den Schwerverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlegen“, sagte LH Platter. Parallel dazu soll das öffentliche Verkehrsnetz zwischen den Regionen ausgebaut werden, um nachhaltige Mobilität zu garantieren.

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