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  • Katalonien: Kompatscher plädiert in Brüssel für Autonomie und Dialog

    Dialog und Autonomie, das sind für Südtirols Landeshauptmann Kompatscher die Wegweiser zur Lösung der Katalonienfrage.

    Die Lage in Katalonien war heute Thema im Ausschuss der Regionen in Brüssel, auch LH Kompatscher hat dazu eine Stellungnahme abgegeben - Foto: LPA

    Ein dichtes Programm absolviert derzeit Südtirols Landeshauptmann Arno Komaptscher in Brüssel. Den Auftakt bildete heute (10. Oktober) die Plenarsitzung des Ausschusses der Regionen, bei der AdR-Präsident Karl-Heinz Lambertz die Lage der EU beleuchtete. Dabei wurde auch die Situation in Katalonien analysiert. In einer Stellungnahme erklärte Südtirols Landeshauptmann, es gelte “dem Dialog und dem Ausbau der Autonomie den Vorzug gegenüber Konflikten” zu geben.

    Das katalanische Unabhängigkeitsreferendum wertete Landeshauptmann Kompatscher als “nicht verfassungskonform”. Er fügte jedoch hinzu, dass “die mangelnde Gesprächsbereitschaft Madrids gegenüber Barcelona ausschlaggebend dafür war”, dass es soweit gekommen sei. Nun stehe man vor einer Situation, die “Anlass zu Besorgnis” gebe. “Ich hoffe, dass eine friedliche Lösung des Konflikts gefunden wird”, so Landeshauptmann Kompatscher. Das Land Südtirol sei in jedem Fall und gerne bereit, all die Erfahrung, die das Land in den vergangenen Jahrzehnten in den Bereichen Selbstverwaltung und Zusammenleben gesammelt habe, zur Verfügung zu stellen.

    “Auf Konflikte wie jener in Spanien und Katalonien sowie Nationalisierungstendenzen generell muss es eine einheitliche europäische Antwort geben”, sagte Landeshauptmann Kompatscher im AdR, “diese lautet: Aufwertung der Regionen, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Beachtung des Subsidiaritätsprinzips und eine Stärkung Europas, hinter das die Einzelinteressen der Mitgliedsstaaten zurücktreten müssen. So können wir trotz oder dank Vielfalt geeint sein.”

    LPA

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    1. Unterland
      11.10.2017

      Mit der Aussage “.. die Erfahrung zur Verfügung zu stellen..” macht sich der LH lächerlich.
      Die Autonomie Kataloniens ist weitreichender und besser ausgebaut und mit mehr Kompetenzen ausgestattet als jene Südtirols.

      Hoffentlich empfiehlt er ihnen nicht das Finanzabkommen, mit dem Südtirol in 8 Jahren auf 7-8 Milliarden € verzichtet (inklusive Verzicht auf Restforderungen und Restposten aus dem Mailänder-Abkommen.