Archive for date: Oktober 9th, 2017

#13#DiarioCatalano! La vigilia…

 


UT24 OSSERVATORE CATALANO


Domani è IL giorno:  Mancano poco più di 18 ore all’inizio della seduta plenaria più importante nella storia del Parlamento della Catalunya, quella dove il Presidente Carles Puigdemont dovrebbe dichiarare l’indipendenza.  Ne sono passate 24 dalla domenica nazionalista spagnola, che, nelle intenzioni dei promotori della marcia unionista di Barcellona, avrebbe dovuto rovesciare il momento favorevole per gli indipendentisti. Ma non è andata così, complici le sbracate fascio-franchiste di molti manifestanti, complici gli incidenti provocati dai tanti ultrà  di estrema destra, complici, soprattutto, i cori di massa che invocavano la prigione per Puigdemont

Intanto, oggi, il Tribunale Superiore di Giustizia della Catalunya, ente giudiziario spagnolo con sede a Barcellona e fra i protagonisti della persecuzione antireferendaria, ha ordinato alla Policia Nacional di affiancare i Mossos nella sicurezza dell’edificio, trasferendo il comando di tale compito alla stessa Policia Nacional.

Albert Rivera, leader di Ciudadanos, partito stampella di Rajoy, ha chiesto al premier spagnolo di attivare subito l’articolo 155 della costituzione, quello che decapiterebbe di fatto  la Generalitat de Catalunya prima che questa dichiari l’indipendenza.

Pablo Casado, responsabile della comunicazione del Partido Popular, ha detto che se Puigdemont dichiarerà l’indipcompanys-afusellamentendenza, potrà  finire come Lluis Companys, presidente catalano incarcerato dalla Gestapo e fucilato dai franchisti nel 1940.  Ecco, questo paragone sta facendo il giro del mondo e  sta sollevando uno tsunami di critiche e polemiche roventi. In un momento delicatissimo, in cui basterebbe aprire finalmente la porta del dialogo, la Spagna se ne esce con la minaccia più infame e al contempo più scontata.  Non bastava invocare la prigione, no. Ci voleva anche l’ombra della fucilazione.

Per le 18 di domani l’Assemblea Nacional Catalana ha già  convocato una mobilitazione moltitudinaria nelle vicinanze del Parlament de Catalunya, per stare “al costat de les nostres institucions“, vicino alle nostre istituzioni.

L’ora della storia sta  per scoccare.

 

 

 


 

APA (Punz)

Wachsoldat erschoss Kameraden in Bundesheer-Gebäude

Eine dritte Person hielt sich während des Vorfalls im Nebenzimmer auf. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Die um 19.13 Uhr gerufene Rettung konnte das Leben des Rekruten nicht mehr retten. Beim Bundesheer herrsche “große Trauer und Bestürzung”, sagte ein Sprecher des Bundesheeres.

Bildkomposition: UT24

Herbert Dorfmann über Katalonien: „Das war politisch dumm“


UT24 KATALONIEN-SCHWERPUNKT


UT24: Herr Dorfmann, die EU und Katalonien. Ein Lagebericht aus Brüssel…

Wir haben am letzten Mittwoch eine außerordentliche Parlamentsdebatte zum Thema gehabt. Wir haben auch in unseren Reihen Vertreter aus allen Parteien – dazu zählen die großen spanischen Parteien sowie Vertreter, die die Unabhängigkeit Kataloniens unterstützen. Klar gibt es da völlig unterschiedliche Meinungen. In unserer Fraktion, wo auch der Partito Popular Mitglied ist, sind wir uns einig, dass das Vorgehen der Staatspolizei – nicht nur am Wahltag, sondern auch in den Tagen vorher – nicht akzeptabel und meiner Ansicht nach auch politisch dumm war. Das hat nur dazu beigetragen, den Unabhängigkeitsbefürwortern in Katalonien – wahrscheinlich zum ersten Mal in der Geschichte – eine Mehrheit zu bescheren.

UT24: Was nicht ist, kann noch werden: Wie sollte die EU ihrer Meinung nach handeln?

Die Europäische Union ist von vielen Seiten aus gedrängt worden, in den Konflikt einzuschreiten. Ganz so einfach, wie manch einer meint, ist das nicht. Man darf nicht vergessen, dass die Europäische Union ein Zusammenschluss von 28 Nationalstaaten ist – dazu gehört auch Spanien. Die EU kann schlichtweg nicht in einen solchen Konflikt auf Seiten von jemanden eintreten, der die Verfassung eines Mitgliedsstaates nicht achtet. Das würde zu immensen politischen Folgen führen. Die EU hat in den vergangenen Jahren eine sehr bittere Lektion bekommen: Dass sie sich damals in den Österreich-Konflikt eingemischt hat, wo Bundeskanzler Schüssel in eine Regierung mit der FPÖ getreten ist – mit den daraus folgenden Sanktionen – wird heute noch als einer der größten innenpolitischen Fehler betrachtet. Bevor man sich in eine Situation einmischt, denkt man in Brüssel also drei Mal nach. Was die Union schon tut, sollte und auch tun könnte: eine Vermittlerposition einnehmen. Den Konflikt auf diplomatischem Wege anzugehen wäre derzeit das einzigst Vernünftige. Dafür braucht es natürlich das Einverständnis von beiden Seiten. Überall wo es irgendwie möglich ist, sollte die EU versuchen, den Konflikt zu deeskalieren. Außerdem sollte sie versuchen, alle Parteien dort hinzubekommen, wo sie hingehören: an den Verhandlungstisch. Ohne miteinander zu verhandeln, wird man den Konflikt nicht lösen können.

UT24: Manchmal sei zur Verteidigung des Rechtsstaates „ein angemessener Gebrauch von Gewalt“ nötig, sagte der Vizepäsident der EU-Kommission, Frans Timmermann. Was sagen Sie zu seiner Äußerung?

Ich war bei der Debatte selber anwesend. Die Rede von Frans Timmermann ist mittlerweile abrufbar. Franz Timmermann war in seiner Rede schon relativ klar im Verurteilen der Gewalt. Ich persönlich glaube – wie ich schon vorher gesagt habe – dass es absolut keine Notwendigkeit gegeben hat, hier die Leute mit Gewalt vom Wählen abzuhalten. Im Gegenteil: Diese ganze Aufmerksamkeit, die der spanische Staat diesem ganzen Referendum gewidmet hat, hat außer den Unabhängigkeitsbefürwortern niemandem genützt. Ich glaube sogar, dass weniger Leute zur Wahl gegangen wären, wenn der Staat das ganze bewusst ins Leere laufen gelassen hätte. Von der Sichtweise der Zentralregierung war das einfach das blödeste Vorgehen, das sie hätten machen können. Recht viel dümmer kann man sich nicht anstellen. Ein Staat hat doch nicht die Aufgabe, seine eigenen Leute niederzuknüppeln.

UT24: Das Parlament will am morgigen Dienstag die Unabhängigkeit ausrufen. Was wäre die beste Lösung für diesen Konflikt?

Ich hoffe dass das passiert, was in der Politik zu passieren hat: nämlich, dass sich alle Parteien an einen Tisch setzen und verhandeln. Es ist schon erstaunlich: Keine der beiden Seiten – weder die katalanische Regierung, noch der Ministerpräsident – haben eine parlamentarische Mehrheit. Beide haben im Grunde die letzten Wahlen verloren und beide regieren mit Unterstützung der extremen Linken beziehungsweise der Sozialdemokraten. Beide sind politisch schwach aufgestellt. In einer solchen Phase wäre es gut, sich darüber Gedanken zu machen, wie man zur Befriedung der Lage beitragen kann. Es hat bis heute nie eine Mehrheit der Bürger für die Unabhängigkeit gegeben. Wahrscheinlich gibt es eine breite Mehrheit für eine vernünftige Autonomielösung – die müsste Spanien halt mal vorschlagen. Was ich derzeit nicht verstehe, ist diese absolute unerbittliche Haltung , wo sich beide Seiten weigern miteinander zu reden und Kompromissvorschläge zu machen. Wahrscheinlich auch, weil beide Seiten erkannt haben: wenn sie einen Schritt zurück machen, geht’s an den eigenen Kragen.

Foto: Pixabay

EU verbietet dunkle Pommes

Gastronomen müssen sich ab dem kommenden Jahr auf neue gesetzlichen Vorgaben einstellen. Diese Regelungen ähneln gar einem Kochbuch.

So schreibt die Europäische Union z.B. vor, dass Kartoffelsorten mit wenig Stärke zu verwenden, und Pommes vor dem Frittieren einzuweichen oder blanchieren zu sind, um die Stärke auszuwaschen.

In Österreich überlegt man nun, nach lautstarker Proteste vonseiten der Gastwirte, die Acrylamid-Verordnung einfach zu boykottieren. Damit würde das Land zwar ein Vertragsverletzungsverfahren riskieren – die knusprigen Pommes würden uns jedoch noch für einige Zeit erhalten bleiben.

Diese Gegenstände sind aus der Pfarrkiche Itter gestohlen worden - Foto: Polizei Tirol

Kirchenräuber stiehlt wertvolle Gegenstände

Aus der Sakristei stahl der Täter ein Kreuz, zwei Messkelche, ein Kreuzpartikelreliquiar, eine Kasel sowie einen Ziborienmantel. Die Gegenstände sind zwischen 300 und 100 Jahre alt. Der Wert kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Die Polizei Hopfgarten im Brixentale ersucht Zeugen des Vorfalles sich zu melden. Ebenso erwünscht sind Auskünfte, ob möglicherweise jemand die gestohlenen Gegenstände gesehen hat. Die Ermittler nehmen sämtliche Hinweise unter der Telefonnummer +43 59133 7203 entgegen.

Foto: Südtiroler Volkspartei

SVP und PATT: Zusammenarbeit für Autonomie stärken

Am Treffen nahmen unter anderem der Trentiner Landeshauptmann Ugo Rossi und der Parteivorsitzendevorsitzende Franco Panizza für den PATT sowie Parteiobmann Philipp Achammer, Landeshauptmann Arno Kompatscher und die Vizeobmänner Daniel Alfreider und Karl Zeller für die SVP teil.

„In den vergangenen Jahren ist immer wieder deutlich geworden, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen SVP und PATT auf regionaler Ebene, aber auch darüber hinaus ist“, so Achammer, „weil wir mit einer gemeinsamen Stimme für die Autonomie gesprochen haben. Denn gerade in einer Zeit, in der unsere Autonomie auf Staatsebene immer wieder öffentlich in Frage gestellt wird, ist ein gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen unerlässlich.“

Die Agenda für die weitere Zusammenarbeit von SVP und PATT soll nun von den beiden Parteivorständen diskutiert und gutgeheißen werden.

APA (Symbolbild)

Digitales Klassenbuch: Beschlussantrag im Landtag angenommen

Die Junge Süd-Tiroler Freiheit zeigt sich erfreut darüber, dass das Land weiterhin bestrebt ist, ein digitales Klassenbuch einzuführen. „Bedenklich ist jedoch die Tatsache, dass junge Südtiroler Unternehmer dabei nicht unterstützt werden. Gerade in Südtirol spricht man viel davon, eine Gründerszene aufzubauen, jedoch bei der konkreten Umsetzung ziert sich die Landesregierung“, wundern sich die Mitglieder der Landesjugendleitung der Süd-Tiroler Freiheit.

Die Junge Süd-Tiroler Freiheit brachte vor kurzem über die Landtagsfraktion der Süd-Tiroler Freiheit einen Beschlussantrag für die baldige Einführung des digitalen Klassenbuchen ein, sowie den Vorschlag, die Software von einem jungen Südtiroler Unternehmer zu beziehen. Seit Jahren ist die Landesverwaltung bzw. dessen Ämter mit der Einführung eines digitalen Klassenbuches säumig. Ein Meraner Unternehmer griff die Idee auf und setzte diese erfolgreich um. Mittlerweile ist er so erfolgreich, dass mehrere Schulen sein Programm nutzen. Auch in Österreich und Deutschland soll dieses Programm zukünftig zum Einsatz kommen.

„Wir brauchen uns nicht wundern, dass junge, kreative und fähige Köpfe auswandern, wenn das Land diese Kreativen nicht unterstützt. Das Wettbewerbssystem ist nicht darauf ausgelegt, junge Unternehmer zu unterstützen und zu fördern. Das muss sich in Zukunft ändern“, fordert Christoph Mitterhofer, Landesjugendleitungsmitglied der Süd-Tiroler Freiheit.

Frei.Wild-Fans tragen gern T-Shirts ihrer Lieblingsband - Foto: Facebook

Frei.Wild-Fan bewusstlos geprügelt

Die beiden Männer im Alter von 25 und 37 Jahren waren am Samstagnachmittag gegen 14.00 Uhr in der Bornaischen Straße in Leipzig für einen Spaziergang unterwegs. Vor einem Supermarkt wurden sie plötzlich von einem Mann in einer orangenen Jacke angesprochen.

Er gab dem 25-Jährigen zu verstehen, dass er seine Jacke der Band Frei.Wild besser nicht tragen sollte. Die Männer ignorierten den Hinweis und gingen weiter. Kurz darauf verfolgte der Unbekannte mit mehreren Komplizen die beiden und fiel über brutal über sie her.

Bis zur Bewusstlosigkeit geprügelt

Die Gruppe schlug und trat so lange auf die Männer ein, bis sie schwer verletzt am Boden liegen blieben.

Sie raubten die Frei.Wild-Jacke und rissen dem 25-jährigen Mann zwei Tunnel mit dem Logo der Südtiroler Band aus den Ohrläppchen. Ein Passant entdeckte wenig später eines der beiden Opfer bewusstlos vor einem Hauseingang in der Bornaischen Straße.

Die Männer waren bei dem feigen Überfall so schwer verletzt worden, dass sie zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bild: Facebook/Alperia

„LH als Werbeträger für Alperia-Mogelpackung“

„Wenn sich der Landeshauptmann als Aufmerksamkeit generierender Werbeträger öffentlich wundert, warum nur 4.600 Südtiroler Familien von der Möglichkeit, angeblich kostenlos von einer Stromversorgung mit 3 kW auf 4,5 kW zu wechseln Gebrauch gemacht haben, liegt das nicht wie vom LH impliziert, am mangelhaften Informationsfluss, sondern daran, dass es sich um eine Mogelpackung handelt“, schreibt der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

Es stimme laut BürgerUnion schlicht und einfach nicht, dass der Umstieg von 3 auf 4,5 kW kostenlos sei. Wahr sei hingegen vielmehr, dass man für die Erhöhung der Leistung über hundert Euro berappen müsse. Diese Kosten erhalte man in drei Jahren als Bonus zurück. Man müsse sich also für drei Jahren an Alperia binden, um die Startinvestition zurückerstattet zu bekommen. Erst dann sei der Umstieg wirklich kostenlos.

Für Pöder ist es deshalb offensichtlich, dass es sich bei dieser Aktion, um den Versuch handelt, die Kunden über den Zeitraum der Umstellung des Strommarktes, vom geschützten auf den freien Markt an das Unternehmen zu binden. „Mit Juni 2018 öffnet sich der Strommarkt, bis Juli 2019 dauert die Übergangsphase an. Wer heute wechselt, muss sich, sofern er die Kosten für den Umstieg nicht verlieren will, bis 2020 an Alperia binden. Ein gut durchdachter PR-Gag, für den sich der Landeshauptmann allerdings nicht einspannen lassen sollte. Als Landesrat für Wirtschaft darf er im Hinblick auf den sich öffnenden Strommarkt nicht Werbeträger eines einzelnen Anbieters sein“, schließt Pöder die Aussendung der BürgerUnion.

APA (Symbolbild/dpa)

Schwerer Radunfall im Vinschgau

Der Mann wurde vom Weißen Kreuz erstversorgt und anschließend mit dem Rettungshubschrauber Pelikan in das Bozner Krankenhaus gebracht.

APA (AFP)

Neues Asterix-Heft kommt

Nach “Asterix bei den Pikten” und “Der Papyrus des Cäsar” ist “Asterix in Italien” der dritte Band, den das Duo gemeinsam entwirft. Erscheinen werden die neuen Abenteuer zeitgleich in 25 Ländern und in einer Startauflage von rund fünf Millionen Exemplaren. Die deutsche Ausgabe des mittlerweile 37. Bandes der Comic-Serie kommt im Verlag Egmont Ehapa heraus.

Die Handlung der Geschichte: Um das Ansehen Roms zu steigern, lässt Julius Cäsar ein Rennen mit Pferdewagen ausrichten. Dazu sind alle Völker der antiken Welt aufgerufen. Zur Bedingung macht Cäsar allerdings einen Sieg des römischen Gespanns unter dem skrupellosen Wagenlenker Caligarus und Beifahrer Bleifus – denen wiederum Asterix und Obelix in die Quere kommen.

Das Besondere in dem Comic: Obelix hat im neuen Band die Zügel in der Hand, denn er lenkt den gallischen Wagen. “Mir gefiel die Idee, dass Obelix andere Seiten seiner Persönlichkeit entdeckt”, sagte Autor Ferri.

Das Abenteuer ist auch eine Hommage an den inzwischen 90 Jahre alten Asterix-Zeichner Albert Uderzo. Dieser ist der Sohn italienischer Einwanderer. Zudem träumte er als Jugendlicher von einer Karriere als Rennfahrer, wie er nun in einer Videobotschaft erzählte: “Die Geschichte rührt mich sehr, denn Autos waren neben Comics meine große Leidenschaft.”

Conrad und Ferri haben 2011 die Nachfolge von Uderzo angetreten. Er hatte die Figuren Asterix und Obelix 1959 gemeinsam mit dem Autor René Goscinny geschaffen. Nach dessen überraschendem Tod im Jahr 1977 machte Uderzo zunächst alleine weiter.

APA

Walterplatz Bozen (Symbolbild) - Foto: Webcam

Bozen: Afrikaner überfällt Passanten

Gegen 1.00 Uhr morgens sollen zwei Afrikaner auf den Passanten losgegangen sein. Weil dieser sich jedoch vehement zur Wehr setzte, konnte er beide Angreifer in die Flucht schlagen.

Sofort verständigte er die Ordnungskräfte und konnte dabei eine sehr genaue Täterbeschreibung abgeben. Anhand dieser war es den Beamten möglich, den Täter noch am selben Abend auf dem Dominikanerplatz aufzuspüren und festzunehmen.

Der zweite Täter ist noch flüchtig.

Dr. Otto Mahlknecht, Bildungssprecher der Freiheitlichen in Südtirol - Foto: Freiheitliche

„Weiteres Argument gegen CLIL und gemischte Schule“

Wie schon in den vergangenen Jahren, würden laut Mahlknecht auch die neuesten Daten belegen, dass die Leistungen der deutschen Südtiroler Schüler weit über dem italienischen Durchschnitt liegen. Die PISA-Studie zeige auf, dass sich die deutschen 15-Jährigen wesentlich besser als ihre italienischen Altersgenossen schlagen – obwohl in den italienischen Schulen nach der sogenannten CLIL-Methode unterrichtet wird.

„Ein Unterrichtsmodell wie CLIL kann zwar in einsprachigen Gebieten unter Umständen gewisse Vorteile bieten, für Südtirol ist CLIL aber das denkbar Schlechteste und eine Vorstufe zur Selbstaufgabe der muttersprachlichen Schule. Die SVP spielt mit dem Feuer, wenn sie CLIL in Südtirol Vorschub leistet“, ist Mahlknecht überzeugt.

„Wir Freiheitliche stehen für eine starke deutsche Schule und sprechen uns vehement gegen Experimente wie CLIL und eine ‘gemischte Schule’ aus!“, so der freiheitliche Bildungssprecher abschließend.

APA (Symbolbild)

Weibliche Leiche aus dem Wasser gezogen

Bei der am Montag durchgeführten Obduktion konnte als Todesursache Ertrinken festgestellt werden. Hinweise auf Fremdverschulden sind keine vorhanden.

Derzeit werden alle Abgängigkeitsanzeigen überprüft. Eine endgültige Identifizierung dürfte jedoch nur über eine DNA-Auswertung möglich sein.

Die letzte Traubenfuhre - Foto: Christiane Warasin

Herbstgenuss und Gaumenfreuden in Eppan

Während in Girlan am Samstag, 14. Oktober traditionell die letzte Fuhre Trauben am Dorfplatz eingefahren wird, rollt man am Sonntag, 15. Oktober im Dorfzentrum von St. Pauls den roten Teppich für Herbstgenießer und Shoppingfreunde, Familien und Freunde aus. Wer der „letzten Traubenfuhre“ beiwohnt, kann dabei ein einmaliges Ritual beobachten. Die Feierlichkeiten beginnen bereits am Vormittag mit einem Fest im Dorfzentrum von Girlan, woran sich die Weinkost mit zahlreichen Eppaner Weinen anschließt.

Um 14.00 Uhr findet der feierliche Einzug der Fuhre in einem historischen Traktor statt, wobei die Trauben frisch gepresst und der Most von den Besuchern verkostet werden kann. Dazu gibt es Kastanien, hausgemachte „Krapfen“ und mehr Köstlichkeiten. Am Nachmittag und am darauffolgenden Tag folgt ein Törggelefest im Glögglhof. In St. Pauls wird am Sonntag der rote Teppich entlang der historischen Gassen ausgerollt. Die Paulsner Kaufleute, Gastronomen und Handwerker laden Shoppingfans, Genussfreunde und Herbstliebhaber zum entspannten Flanieren und Entdecken ein.

Zwischen 11.00 und 18.00 Uhr verwandelt sich das Zentrum des Weindorfs in eine Genuss‐ und Einkaufsmeile mit besonderen Törggelespezialitäten, heimischem Handwerk und aktueller Herbstmode. Im Ambiente der malerischen Gassen können gebratene Kastanien, saisonale und traditionelle Gerichte sowie süße Verführungen genossen werden. Im Ansitz Altenburg kann beim Benefiz‐Trödelmarkt nach Herzenslust gestöbert werden, die Südtirol Apfel‐Verkostung lädt zum Apfelgenuss ein, das Fotoarchiv St. Pauls zeigt historische Aufnahmen, die kleinen Besucher können niedliche Kaninchen des Kaninchenzüchter-Verband-Südtirol bestaunen und auch für die musikalische Umrahmung ist bestens gesorgt.

Beide Veranstaltungen bilden tolle Genusshöhepunkte im Eppaner Herbst. Das detaillierte Programm der beiden Veranstaltungen kann unter www.eppan.com nachgelesen werden.

Fachhochschule Kufstein - Foto: FH Kufstein

2,4 Millionen Euro für Ausbau der Fachhochschule Kufstein

„Diese Bildungseinrichtung mit innovativen wirtschaftswissenschaftlichen und technisch-betriebswirtschaftlichen Studiengängen bürgt für eine hohe Qualität der Ausbildung. Aufgrund des hohen Praxisanteils und der Erfahrungen eines verpflichtenden Auslandssemesters sind diese AbsolventInnen auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt. Damit die Konkurrenzfähigkeit der FH Kufstein weiter erhalten bleibt, ist der weitere Ausbau notwendig“, erläutert LR Tilg. Der Finanzierungsbeschluss der Landesregierung wird noch dem Landtag zur Genehmigung vorgelegt.

Der neue Bauteil (FH IV) wird auf fachhochschuleigenem Grund errichtet. Im Untergeschoß des Anbaus steht dann der neue Turnsaal für die International School Kufstein (ISK) auch Kufsteiner Vereinen zur Verfügung. Im Erdgeschoß sind zwei Hörsäle und ein öffentliches WC geplant. Im ersten Obergeschoß wird das neue Bibliothekszentrum eingerichtet. Damit werden die bisher von der städtischen Bibliothek genutzten Räume für die Landesmusikschule frei.

Im zweiten und dritten Obergeschoss entstehen Labore und Flächen für Projektgruppen, Forschungs- und Entwicklungsteams. Im zurückgesetzten Dachgeschoß wird ein Vortrags- und Seminarraum errichtet. Die Verbindungen zwischen FH I und FH IV im ersten und zweiten Obergeschoß sind als Labor- und Besprechungsräume geplant.

Im Oktober 2001 war das neue FH-Gebäude in Kufstein eröffnet worden, 2006 folgte der zweite Bauabschnitt, 2012 wurde die Stufe drei in Angriff genommen. 2018 soll die Erweiterung FH IV in Angriff genommen werden, ein Jahr später bereits die Fertigstellung erfolgen. Derzeit zählt die FH Kufstein 2.000 Studierende und 450 Lehrende.

Krankenhaus Bruneck (Symbolbild) - Foto: Google

Neue Rheuma-Ambulanz am Krankenhaus Bruneck

Auf dem Programm stehen eine Präsentation des Rheumatologischen Dienstes durch den Leiter desselben, Prof. Dr. Christian Dejaco, sowie ein Vortrag zum Thema „Wann braucht es den Rheumatologen?“. Teil des Programms ist auch die Vorstellung des Angebotes der Rheuma-Liga im Bezirk Pustertal durch die Bezirksleiterin Anna Steger.

„Die Schaffung des Rheumatologischen Dienstes ist ein Meilenstein in Richtung Verbesserung der Versorgungssituation der Rheumapatienten. Seit über 20 Jahren arbeitet die Rheuma-Liga auf die Schaffung eines solchen Dienstes hin. Jetzt ist es auch Dank der kräftigen politischen Unterstützung durch Gesundheitslandesrätin Dr. Martha Stocker gelungen, dieses Ziel zu realisieren, was eine enorme Qualitätssteigerung bedeutet“, so der Präsident der Rheuma-Liga Günter Stolz und Geschäftsführer Andreas Varesco.

Foto: Handelskammer Bozen

60 treue Mitarbeiter geehrt

Jedes Jahr ehrt die Handelskammer die Beschäftigten, die durch ihren besonderen Einsatz und ihre langjährige Treue hervorstechen. So wurden auch dieses Jahr 60 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Südtiroler Unternehmen im Ehrensaal des Merkantilgebäudes ausgezeichnet. Handelskammerpräsident Michl Ebner und Landeshauptmann Arno Kompatscher überreichten im Rahmen der Festlichkeit die Goldmedaillen und Diplome.

„Die heute ausgezeichneten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind ein wichtiger Bezugspunkt für die Südtiroler Wirtschaft. Ihr beständiger Einsatz und ihre Hingabe sind Tugenden, die gebührende Anerkennung verdienen“, erklärt der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner.

Ganz oben auf der Liste der Ehrungen stand Heinrich Waldboth aus Bozen, der bei der Firma Amonn Office GmbH beschäftigt ist. Er beweist seit 57 Jahren eine große Leidenschaft für seine Arbeit, in der sich seine Grundwerte und Ausdauer widerspiegeln.

Landeshauptmann Arno Kompatscher unterstreicht die wichtige Botschaft dieser Auszeichnung: „Der Erfolg unserer Wirtschaft ist auch den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geschuldet. Loyale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren und die unternehmerischen Interessen zu ihren eigenen machen, stärken den Betrieb. Mitarbeiterloyalität bekommt man aber nicht geschenkt, sondern es gilt sie immer wieder neu zu verdienen.“

Die 65. Ausgabe der Prämierung brachte dieses Jahr eine große Neuigkeit: Unternehmen und Mitarbeiter wurden heuer im Rahmen von zwei getrennten Feiern ausgezeichnet. Dies ermöglicht, die Betriebe und Beschäftigten weiterhin im Sinne der Tradition gebührend zu ehren und ihnen mehr Sichtbarkeit zu geben.

Der junge Amerikaner behauptete alkoholisiert, ein Zeitreisender zu sein - Foto: Polizei Casper

„Komme aus der Zukunft, um euch zu warnen!“

Zu einem kuriosen Polizeieinsatz ist es jüngst im US-amerikanischen Casper gekommen. Ein stark alkoholisierter Mann erklärte den Beamten, er sei ein Zeitreisender aus dem Jahr 2048. Er sei in das Jahr 2017 gereist, um vor einer Invasion von Außerirdischen zu warnen.

Der Mann erklärte der Polizei mehrmals, umgehend mit dem „Präsidenten der Stadt“ sprechen zu wollen. Da er allerdings stark lallte und wankte, wollten ihm die Beamten nicht so recht glauben. Der angeblich Zeitreisende beharrte allerdings auf seiner Geschichte und erklärte, die Alkoholisierung habe lediglich mit der Durchführung der Zeitreise zu tun.

Offenbar war seine Zeitmaschine aber falsch eingestellt. Er hätte eigentlich ins Jahr 2018 geschickt werden sollen – da dort die angebliche Alien-Invasion ihren Anfang nehmen würde. Die Beamten konnte der Alkoholisierte jedoch trotz mehrmaliger Versuche nicht wirklich vo seiner Geschichte überzeugen. Er wurde wegen Trunkenheit in der Öffentlichkeit festgenommen.

APA

47 Drogenlenker bei Kontrollen erwischt

Bei den Schwerpunktkontrollen gegen das Lenken von Kfz unter Einfluss von Alkohol oder Suchtgift am Samstag von 11.00 bis 23.00 Uhr in Vösendorf wurden 45 Führerscheine abgenommen und mehrere Sicherheitsleistungen kassiert. Zudem wurden die betroffenen Lenker der Bezirkshauptmannschaft Mödling angezeigt. 71 Personen werden der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wegen Drogenbesitzes angezeigt, hieß es in der Aussendung.

Bei Kontrollen zur Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität am Freitagnachmittag und -abend in Wiener Neustadt wurde ein 21-Jähriger beim Drogendealen am Bahnhofplatz auf frischer Tat ertappt. Der Grazer leistete laut Aussendung bei der Personenkontrolle heftigen Widerstand. Eine Polizistin und ein Polizist wurden dabei leicht verletzt. Der Verdächtige wurde festgenommen und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt eingeliefert.

Ein 27-Jähriger aus dem Bezirk Wiener Neustadt wurde mit rund 100 Gramm Cannabiskraut angehalten und ebenfalls inhaftiert. Ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld unter Drogenhandel-Verdacht wurde der Staatsanwaltschaft angezeigt. Zudem wurde ein mutmaßlicher Suchtmittelabnehmer ausgeforscht und angehalten. Der 28-Jährige aus dem Bezirk Baden wurde ebenfalls angezeigt. Insgesamt wurden 600 Euro Bargeld, fünf Mobiltelefone und rund 120 Gramm Cannabiskraut sichergestellt, zog die Polizei Bilanz. Für die Schutzzone im Stadtpark wurden zwei Betretungsverbote ausgesprochen.

APA

Bischof Ivo Muser - Foto: Diözese Bozen-Brixen

Sechs Jahre Bischof Ivo Muser

„Bischof wird man nicht durch die Ernennung, sondern allein durch die Weihe“, sagte Bischof Ivo Muser und dankte für das Wohlwollen, das Mitgehen, die Mitarbeit und die Verbundenheit im Gebet, die er in diesen Jahren erfahren hat. Die zahlreichen Gläubigen, darunter auch mehrere Priester, die mit Bischof Ivo konzelebriert hatten, wünschten dem Bischof einen dankbaren Blick zurück und einen Blick des Vertrauens und des Glaubens auf all das, was kommt.

Der Bischof hob hervor, dass es für ihn einen großen Trost bedeutet, aber auch Freude und Stärke, dass ihm so viele Menschen in Rat und Tat, vor allem auch im Gebet begleiten. Der Bischof hat beim heutigen Gottesdienst auch alle Anliegen der Diözese ins Gebet eingeschlossen – mit der Hoffnung und der Bitte, immer mehr zu einer missionarischen Kirche zu werden.

Lanaphil - Foto: Albert Innerhofer

Fünf Länder auf der Lanaphil vertreten

Wiederum verzeichnete diese philatelistische Veranstaltung mit 50 Ausstellern und an die knapp 1000 Besucher eine Rekordbeteiligung und sie wird von Jahr zu Jahr internationaler, interessanter und umfangreicher, zeigt sich Lanaphil-Organisator und Ideengeber Albert Innerhofer erfreut.

Immer mehr Sammler aus nah und fern nützen die Gelegenheit in Lana längst begehrte Sammlerstücke zu finden, sich auszutauschen und die neuesten Informationen zu ihrem Sammelgebiet zu erhalten. Innerhofer gab bei der Österreichischen Post die neue personalisierte Briefmarke „350 Jahre Kapuzinerkirche Lana (1667–2017)“ anlässlich des heurigen Jubiläums heraus.

Die Nachfrage danach war sehr groß; diese Briefmarke war am Ausgabetag bereits ausverkauft.

Martha Stocker und Daniel Alfreider wünschen sich eine Autonomie-Lösung für Völker und Minderheiten - Foto: SVP

SVP-Politiker beurteilen Lage in Katalonien als „gefährlich“

Die Lage in Katalonien spitze sich laut Alfreider und Stocker sich weiter zu. Nach den Vorfällen beim Unabhängigkeits-Referendum würde nun der spanische Verfassungsgerichtshof mit allen Mitteln versuchen, die katalanische Parlamentssitzung am heutigen Montag zu stoppen. Darin sollte die Unabhängigkeitserklärung Kataloniens behandelt werden.

Zudem hätte sich die katalanische Bevölkerung indes zwischen Befürworter und Gegnern der Unabhängigkeit weiter gespalten, glauben die beiden SVP-Politiker. Daher sei ihrer Ansicht einzig die „Autonomie der richtige Weg für Völker und Regionen“.

Zudem sollten der Europäischen Union durch das sogenannte Minority-Safety-Pack zukünftig mehr Kompetenzen gegeben werden, um Minderheitenfragen besser lösen zu können.

Wer kennt dieses Mädchen?

Ein noch unbekannter Mann soll von Oktober 2016 bis Juli 2017, das etwa 4 bis 5 Jahre alte Kind mehrmals schwer sexuell missbraucht haben. Die grausamen Szenen hielt der Pädophile mit seiner Kamera fest und verbreitete diese im Darknet.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Missbrauch in Deutschland stattgefunden haben dürfte. Bislang konnte der Mann allerdings nicht identifiziert werden. Lediglich das Mädchen, welches der Tatverdächtige für seine kriminellen Taten missbrauchte, ist auf den Aufnahmen deutlich zu sehen.

Das Kind wird vom BKA folgendermaßen beschrieben:

Geschlecht: weiblich
Alter: ca. 4 – 5 Jahre
Haare: blond bis dunkelblond, glatt, lang, gerader Pony
Gesicht: rundes Kinn, Stupsnase, Augenfarbe vermutlich braun
Körperbau: schlank, gerade
Sprache: deutsch

Hinweise sofort melden!

Die kinderpornografischen Aufnahmen wurden im Juli dieses Jahres im Darknet entdeckt. Da die Ermittler nicht ausschließen können, dass sich das Kind nach wie vor in den Händen seines Peinigers befindet, wurde die Suche nun durch die Veröffentlichung von Fotos intensiviert.

Wer glaubt, das abgebildete Kind zu kennen, wird gebeten, sich umgehend mit dem Bundeskriminalamt in Verbindung zu setzen. Die Telefonnummer lautet +49 0611-55-18444.

Symbolbild

Schock: Schüsse aus dem Küchenfenster

Der 49-Jährige und der 36-Jährige feuerten mehrere Male auf eine Schachtel, die sie auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufgestellt hatten. Passanten, die in unmittelbarer Nähe vorbeigingen, erstatten daraufhin Anzeige.

Laut Polizei flogen die Geschosse in rund vier Metern Höhe über die Straße und schlugen etwa 30 Meter vom Ziel entfernt ins Erdreich ein. Gegen die Schützen, bei denen mehrere Langwaffen, Faustfeuerwaffen und Munition sichergestellt wurden, wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Sie werden bei der Staatsanwaltschaft Steyr angezeigt.

APA

Brotklee (Symbolbild) - Foto: Monis Küchentipps

Was ist eigentlich Brotklee?

Brotklee ist wegen seiner hellblauen Blüten auch unter dem Namen Blauer Steinklee bekannt und wird auch als Schabzigerklee und im Südtiroler Dialekt als „Zigainerkraut“ bezeichnet.

Angebaut wird er hierzulande generell in höheren Lagen, vor allem im Hochpustertal und im Vinschgau. Die Pflanze wird üblicherweise kurz vor oder nach der Blüte geerntet und getrocknet. In Südtirol werden die Stiele und Blätter grob gemahlen und dieses Gewürz vor allem für die Zubereitung von Brot aus Roggenmehl verwendet. In der Schweiz werden eher die Samen verwendet, und zwar zum Würzen von Käse.

Brotklee kann auch im eigenen Garten gezogen werden, die Blüten sind eine gute Bienenweide.

Filialleiter Reinhard Atzl und seine Mitarbeiterinnen haben sich schon für die Neueröffnung ab 21. Oktober gewappnet. - Foto: Tyrolia Verlag

Tyrolia St. Johann erstrahlt in völlig neuem Glanz

„Es ist ein heller, einladender Wohlfühl- und Begegnungsort geworden – an dem man nicht nur einkaufen, sondern auch ein wenig im Alltag innehalten und in die Welt des Geschriebenen und Gedruckten eintauchen kann, bei einem Kaffee auf Gleichgesinnte trifft oder Gelegenheit hat, Autorinnen und Autoren ganz persönlich kennenzulernen“, freut sich Mag. Stephan Bair (Tyrolia Koordinator Handel/Immobilien), der in der Investition zur Neugestaltung der Buchhandlung auch ein ganz klares Bekenntnis zum stationären Handel sieht. Durch eine Übersiedelung in den Neubau „Dorfschmiede“ am Nachbarareal bleibt die Filiale praktisch an ihrem alten Standort, die Geschäftsfläche konnte aber vergrößert und die Innenausstattung von der Firma Vrana komplett neu durchgeplant werden. Die Tyrolia Buch- und Papierhandlung ist seit 1975 in St. Johann ansässig und wird seit 2009 von Reinhard Atzl geführt.

Noch besserer Service und neue Angebote

„Ich bin überwältigt vom Engagement meiner Mitarbeiterinnen, von allen Mitwirkenden am Projekt und vom Ergebnis, das für uns ein ganz neuer Anfang ist – es waren 18 spannende Monate, die letzten 18 Wochen waren besonders aufregend und seit 18 Tagen haben wir alle Bienen im Kopf…“ schmunzelt Filialleiter Reinhard Atzl. Für ihn ist es ein großer Vorteil, sein gesamtes Sortiment und auch sein Team nun ebenerdig und barrierefrei in einem großen Verkaufsraum versammelt zu haben: Andrea Bergmann, verantwortlich für den Schulbedarf, Julia Prietl, die E-Reader- und Geschenkexpertin, Silvia Werlberger, die sich um Sonder-Service-Leistungen kümmert sowie Kathrin Brandtner, die gerade ihre Lehre bei Tyrolia mit Erfolg abgeschlossen hat und alles rund um’s Schulbuch und den Bürobedarf organisiert. Sie alle sind vom neuen Ausstattungsdesign begeistert „Modern-spacig und doch kuschelig – es hat Livingroom-Charakter und die Farben wirken einfach positiv!“. Die großzügigen Räumlichkeiten bieten in Zukunft auch bis zu 50 Sitzplätze für noch mehr und größere Veranstaltungen und lassen Filialleiter Reinhard Atzl schon neue Pläne und Ideen schmieden: „Wir werden etwa unsere Sonderserviceleistungen wie Laminieren, Foliieren, Papierschneiden oder Spiralisieren ausbauen – und „Lange Lesenächte“ in der Buchhandlung als Geschenkidee anbieten.“

„Aufg’sperrt is“ – viele Aktionen und Highlights

Zunächst wird die neue Filiale aber erst „aufg’sperrt“ – am 21. Oktober beim „Tag der offenen Tür“ mit Willkommensgeschenk und Gewinnspiel und einem Kräuterteevortrag mit Verkostung. Es folgen Vorträge zu Biodiversität & Bienen von Rosi Fellner am 25. Oktober und zum Räuchern mit heimischen Harzen von Sebastian Schrödl am 27. Oktober, bevor am 31. Oktober Judith W. Taschler ihren neuen Bestsellerroman „David“ persönlich in St. Johann präsentiert. Ein Aktionstag mit der mehrfach ausgezeichneten Poetry Slammerin Anna-Lena Obermoser, dem Tyrolia-Glücksrad und Büchern zu Kilopreisen am 2. November beschließt dann die Highlights zur Neueröffnung.

APA (DPA)

AFI will „digitale Zukunft mitgestalten“

Der Ausschuss des AFI (Arbeitsförderungsinstituts) hat das Tätigkeitsprogramm für das Jahr 2018 genehmigt, das vom Rat und der Institutsleitung vorgeschlagen worden war. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit der digitalen Zukunft der Arbeitswelt. „Hier wird eine Reihe von arbeitsrechtlichen Fragen zu untersuchen und zu bewerten sein, die sich durch die Automatisierung und den möglichen Wegfall von Jobs ergeben“, umreißt AFI-Direktor Stefan Perini das Jahresthema.

Wohlfahrtstaat

Auseinandersetzen will sich das AFI auch mit der „Reformagenda des Sozialen“. Der analytische Vergleich zu fortgeschrittenen Ländern soll aufzeigen, in welche Richtung sich der Wohlfahrtstaat entwickeln sollte. Das AFI werde 2018 erheben, wieviel in jedem der acht Wohlfahrts-Bereiche in Südtirol ausgegeben wird, wie sich die Zuständigkeiten von Staat/Region/Land/Bezirke/Gemeinden abgrenzen bzw. überschneiden und welche Spielräume das Autonomiestatut zur Eigengestaltung zulässt.

Löhne, Gehälter, Renten

Der Wirtschaftsaufschwung schafft Spielraum für Lohnerhöhungen. Dazu wird das AFI die Entwicklung der Entlohnungen in Südtirol in den letzten 10 Jahren darstellen. Die Studie „Renten zwischen Privilegien und Lücken“ soll Extreme im Rentensystem sichtbar machen, nämlich Luxusrenten auf der einen, Mindestrenten auf der anderen Seite. Diese AFI-Studie erfolgt auf Wunsch der Pensionsgewerkschaften.

Soziale Mobilität

Unter den Initiativen des Instituts habe die erste Erhebung in Südtirol zur sozialen Mobilität geradezu Pioniercharakter, berichtet Perini. „Das AFI analysiert, wie sich Familie auf die Bildungs- und Erwerbsbiographien der Südtirolerinnen und Südtiroler auswirkt. Es ist das aufwändigste unter den Forschungsprojekten für 2018“.

Steuergerechtigkeit

Wohlfahrt wird auch durch die Steuergesetzgebung mitbestimmt. Deshalb werde das AFI genauer untersuchen, wie sich in Europa die unterschiedlichen Besteuerungen von Arbeit und Vermögen sowie die Schenkungs- und Erbschaftssteuern auf den Wohlstand für alle auswirken.

Neu: Kurse für Gewerkschafter

Im Tätigkeitsjahr 2018 werde das AFI selbstverständlich auch seine ‚Klassiker‘ weiterführen, so Perini. Etwa das AFI-Barometer, weitere Ergebnisse zu den Arbeitsbedingungen der EWCS-Studie, den Lehrlingskalender usw. Aber als wichtige Neuerung setzt sich das AFI 2018 zum Ziel, ein Kursprogramm für Gewerkschaften aufzulegen. Damit soll auch die Forschung des AFI für die gewerkschaftliche Praxis nutzbar gemacht werden.

Weißes Kreuz Symbolbild - Foto: UT24/lf

Überetsch: Motorrad und Auto zusammengefahren

Der Verletzte ist vom Weißen Kreuz erstversorgt worden. Anschließend wurde er in das Bozner Krankenhaus gebracht.

Ebenfalls im Einsatz standen die Ordnungshüter.

Symbolbild

Migrantenbub stirbt in Bozen

Der 13-Jährige soll am Freitag aus seinem Rollstuhl gefallen, und sich dabei beide Beine gebrochen haben. Der Bub war erst vor einer Woche nach Südtirol gekommen, nachdem sein Asylantrag in Schweden abgelehnt wurde.

In Bozen soll die Familie des Irakers vor allem auf der Straße gelebt haben. Obwohl sich mehrere Vereinigungen um eine Unterkunft für die Familie gekümmert hatten, misslang dieses Vorhaben.

Die Bozner Grünen zeigen sich schockiert vom Todesfall und fordern nun ein rasches Handeln der Landespolitik. Die Partei schreibt in einer Presseaussendung.

Wir verlangen die Aufnahme all jener Personen, die einen Antrag auf Internationalen Schutz stellen. Insbesondere fordern wir die Aufnahme von schutzbedürftigen Personen. Diese brauchen nach ihrer zehrenden und oft dramatischen Flucht Unterstützung, sowie Hilfestellung bei der Klärung ihrer rechtlichen Lage, um die daraus folgenden Schritte ableiten zu können, ihre Rechte wahrnehmen und sich schützen zu können.

Die Negrelli-Halle von außen - Foto: Jaist

Alois von Negrelli: Vom bedeutendsten Verkehrsplaner seiner Zeit zum Konstrukteur des Suezkanals

Von Michael Demanega.

Die Persönlichkeit Alois von Negrelli verdient eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem Lebensentwurf dieses Tiroler Bauingenieurs, der in ganz Europa und später auch darüber hinaus bleibende Leistungen setzen sollte. Aus dem damals ärmlichen Primörtal stammend, wo er 1799 zur Welt kam – sein Vater war am Tiroler Freiheitskampf beteiligt –, studierte Alois von Negrelli in Padua und Innsbruck, befasste sich mit Brückenbau, Wasserbau und Straßenbau, obwohl seine jugendliche Leidenschaft eigentlich der Architektur gehörte, und trat in den staatlichen Dienst in Tirol im Bereich Flussregulierungen und Straßenbau ein. Vorerst mit Vermessungen in ganz Tirol befasst, sollte Negrelli sich vertieft mit Brückenbau befassen – Tirol benötigte Brücken – und in Wien bei Friedrich Schnirch die Ingenieurskunst des Eisenbrückenbaus erlernen, zweifelsohne ein großer Fortschritt zu jener Zeit. Für seinen beruflichen Werdegang bedeutend war in Wien die Bekanntschaft mit Franz Anton von Gerstner, Professor an der Technischen Hochschule in Wien und Pionier im Eisenbahnwesen, der zusammen mit Matthias von Schönerer 1841 die erste Eisenbahn in Kontinentaleuropa von der Donau zur Moldau verwirklichte.

Anerkennung über Österreich hinaus

In den folgenden Jahren war Negrelli zusammen mit Josef Duile im Bereich der Rheinregulierung in Vorarlberg tätig, um Wasserschutzbauten zu realisieren – vorerst gegen den Widerstand der skeptischen Landbevölkerung, die den Sinn und Nutzen dieser Bauten noch nicht nachvollziehen konnte. Negrellis Leistungen als Bauingenieur im Rahmen der Wasserschutzbauten am Rhein blieben nicht unerkannt und sehr bald schon sollte er 1832 vom Schweizer Kanton St. Gallen als Bauinspektor angeheuert werden. Dieser Schritt war aus politischer Sicht nicht unproblematisch, bedeutete der Schritt in die Schweiz nämlich einen Affront gegen das Kaisertum. Negrelli dürfte den Schritt nicht aus mangelnder Loyalität gesetzt haben, sondern aus fachlicher Begeisterung in Bezug auf die zu erwartenden neuen Aufgaben. In der Schweiz arbeitet Negrelli besonders an Straßen und baute Brücken, etwa die Münsterbrücke in Zürich. Negrellis Expertise sollten fortan auch andere Schweizer Kantone zu Rate ziehen. Negrelli war nicht nur Straßen- und Brückenbauer, sondern ein Verkehrs- und Stadtplaner von Format, der die größeren Zusammenhänge zu sehen vermochte. Liest man sich sein Gutachten über den Bau der Münsterbrücke in Zürich durch, dann erkennt man, dass Negrelli sich mit dem Städtebau in London, Paris, St. Petersburg, Wien, Verona, Venedig, Innsbruck, Linz und Nantes auseinandergesetzt hatte und seine Erkenntnisse als Handlungsanleitung für seine planerische Tätigkeit sehen wollte. Negrelli befasste sich nunmehr vermehrt mit Eisenbahnbauten und plante die Eisenbahnstrecke zwischen Zürich und Baden. Nun war der Weg in Richtung Eisenbahnbau eingeschlagen.

Der wohl bedeutendste Verkehrsplaner seiner Zeit

Die Befassung mit dem Eisenbahnwesen führte Negrelli wieder zurück nach Österreich. Vorerst als Generalinspektor der Kaiser-Ferdinands-Nordbahngesellschaft ab 1842, dann ab 1848 als Leiter der Sektion Eisenbahnen im Arbeitsministerium, schließlich als Direktor der Baubehörde in der Lombardei und Venetien und 1856 als Generalinspektor der österreichischen Eisenbahnen. Glaubt man den Aufzeichnungen, so dürfte Negrelli auch Bekanntschaft mit Alexander von Humboldt gemacht und sich mit diesem über die neuesten Leistungen des Ingenieurswesens auseinandergesetzt haben – unter anderem auch über den Suezkanal, zu jener Zeit noch ein ferner Traum, der Negrelli allerdings nicht mehr loslassen sollte. Die Aufzeichnungen besagen auch, dass Negrelli von einem wahrlich europäischen Geist beseelt war. Gerade das Eisenbahnwesen entfalte nach Negrellis Ansicht nämlich erst dann sein gesamtes Potential, wenn es in einem länderübergreifenden Netz konzipiert sei und Länder und Grenzen überwindet. Negrelli wollte das Eisenbahnwesen im größeren Ganzen verwirklicht sehen. Und so kommt es auch, dass der Ingenieur Negrelli führend den Eisenbahnbau in Österreich-Ungarn, in Oberitalien, in der Schweiz, in Sachsen und in Württemberg bewerkstelligte. Negrelli war der wohl bedeutendste Verkehrsplaner seiner Zeit und ein international gefragter Verkehrsexperte. 1857 wurde schließlich auch die Brennerbahn in Betrieb genommen, die von Alois von Negrelli gemeinsam mit Carl von Etzel geplant wurde und die – betrachtet man das gebirgige Gelände – zu jener Zeit eine bemerkenswerte technische Herausforderung war. Im Rahmen des Bahnbaus entstanden auch Hochbauten entlang der Brennerstrecke, etwa Bahnhöfe, zum Beispiel jener in Salurn, oder aber auch Lagerhallen wie jene in Bozen, die trotz heftigen Widerstandes durch Denkmalschützer und Bürger abgerissen werden soll. 1950 wurde Alois von Negrelli in den Ritterstand erhoben und trug fortan den Adelstitel „von Moldelbe“ – in Anlehnung an seine Ingenieurstätigkeiten an der Moldau und an der Elbe.

Negrellis Krönung: Der Suezkanal

Die Idee eines Verbindungskanales zwischen Mittelmeer und Rotem Meer war nicht neu. Die Idee hatten bereits die alten Ägypter. Einen neuen Anlauf sollte es im 19. Jahrhundert geben. Zuvor berechneten Ingenieure bei Napoleons Ägyptenexpedition einen Höhenunterschied des Wasserspiegels zwischen Rotem Meer und Mittelmeer von mehreren Metern. Dieser Umstand hätte erhebliche technische Probleme bedeutet. Alois von Negrelli, der in der Schweiz und später in Österreich immer wieder mit der Idee Suezkanal zu tun hatte, war von Anfang an davon überzeugt, dass es diesen Höhenunterschied nicht gebe. Dass Negrelli als herausragendster Verkehrsplaner seiner Zeit von dem Potential eines direkten Handelsweges Atlantik und Indischem Ozean – ohne Umfahrung Afrikas – begeistert war, liegt auf der Hand. Und so schrieb Negrelli auch 1856: „Die Verbindung der beiden Meere mittelst eines maritimen Kanals ist demnach sowohl für die Entfaltung des Welthandels durch Abkürzung des Weges zwischen Europa und den am indischen Ozean gelegenen reichen Ländern der alten Welt, als auch für die Belebung der Küstenfahrt Ägyptens, verbunden mit dem Aufblühen der inneren Wohlfahrt dieses gesegneten Landes, eine unbestreitbare Notwendigkeit“. Negrelli wurde von deutscher Seite mit der Untersuchung des Suezkanals beauftragt und gehörte ab 1846 der internationalen Studiengruppe und ab 1855 der internationalen Kommission zur Errichtung des Suezkanals an. Negrelli war es, der sich intensiv mit der Trassierung befasste und dessen Entwurf einer schleusenlosen Trasse schließlich auch von der Kommission übernommen wurde. Der Ingenieur Negrelli konnte die Fertigstellung seines Werkes allerdings nicht mehr erleben, verstarb er doch 1958 in Wien, am Alsergrund. Mit Negrellis Leistungen rund um den Suezkanal sollten sich andere, vordergründig der Franzose Ferdinand de Lesseps, schmücken. Erst allmählich und auf Drängen der Tochter Negrellis, die gegen die Suez-Kommission prozessierte, sollte Alois von Negrelli als der eigentliche Urheber der Suezpläne gewürdigt werden. Heute ruht Negrelli am Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrab.

Was bleibt

Bemerkenswert bleibt die Tatsache, wie ein Tiroler, aus einfachsten bäuerlichen Verhältnissen stammend, mit Fleiß, Intelligenz und Weitsicht sich zum wohl bedeutendsten Verkehrsingenieur seiner Zeit aufgearbeitet hatte und mit der Verwirklichung des Suezkanals auch den Eintritt in die Weltgeschichte verwirklichen konnte. Nicht unwichtiger als der Suezkanal sind allerdings Negrellis Leistungen zur Etablierung eines europäischen Bahnnetzes, die bis heute hin nachwirken. Das muss besonders in einer Zeit, in der der motorisierte Individualverkehr unsere Gesellschaft vor immer drängendere Probleme stellt und zu Recht verstärkt Initiativen in Richtung öffentlichem Verkehr und Bahnverkehr gesetzt werden, mit Nachdruck festgestellt werden. Möge das Werk Negrellis Ansporn sein, sich auch heute mit den Möglichkeiten eines intelligenten und nachhaltigen Verkehrssystems auseinanderzusetzen.


Michael Demanega ist derzeit Bauingenieur in Wien und hat sich im Rahmen seines Studiums an der Technischen Universität Wien in Verkehrsplanung spezialisiert


Quellenangabe: Dipl.-Ing. Viktor Schützenhofe: „Alois Negrelli, sein Leben und sein Werk“, in „Blätter für Technikgeschichte“, Heft 11, Wien 1949


Foto: © Südtiroler Schützenbund

Gegner Kataloniens fürchten Blaupause für Südtirol

Von Günther Rauch.

Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch“. Prophetisch erscheinen diese Worte des deutschen Schriftstellers Bertold Brecht, wenn man in diesen Tagen die Ereignisse in Katalanien mitverfolgt. Was hier passiert ist nur eines der Symptome dafür, dass Nationalstaaten verfallen und die Europäische Union vor dem Scheideweg steht. Es ist der Anfang vom Ende eines althergebrachten Nationalismus oder die Rückkehr in den Sumpf einer dunklen Zeit.

Vielleicht sollte man einmal erklären, dass es bei den Katalanen um mehr geht als um die Verteidigung der Wurzeln ihrer Identität. Es geht um die „Reconquista“, ihrer am 11. September 1714 durch Spanien niedergetrampelten Unabhängigkeit. Wenn jemand ein Fußballspiel des legendären „Barça“ angesehen hat, wird er mitbekommen haben, dass genau um 17.14 Uhr der Spielzeit alle Barcelonier sich erheben. Sie singen ihre alte Nationalhymne „Els Segadors“ (vom Aufstand der Schnitter) und am Ende skandieren sie den Ruf der Freiheit „IIibertat“. 1992 wurden die Olympischen Spiele in Barcelona unter dem Protest der spanischen Politschickeria mit dieser katalanischen Nationalhymne eröffnet. Auf diese Weise gaben sie ihrem Willen nach nationaler Selbstständigkeit zum Ausdruck. Dieser Widerstand gegen den spanischen Staatshegemonialismus geht auf die Zeit des mit Hilfe von Benito Mussolini und Adolf Hitler an die Macht gehievten General Francisco Franco zurück. Die Faschisten hatte die katalanische Autonomie aufgehoben. Sie wurde erst 1979 wieder eingeführt. Im Vergleich zu Südtirol, haben die Katalanen ihre eigenen Sicherheits- und Ordnungkräfte. 2006 wurde das katalanische Autonomiestatut in Richtung Vollautonomie verbessert.  Doch die Mitgliedspartei der Europäischen Volkspartei Partito Popular zog gegen dieses Minimalprogramm zum Schutz des Katalanischen Volkes vor das Verfassungsgericht, wo das Statut gestoppt wurde. Ein alte Weisheit wurde wahr: „Wer vom [nationalistischen und zentralistisch konzipierten] Staat ißt, stirbt daran.“ Wer sich mit ihm einlässt, läuft Gefahr mit ihm zugrunde zu gehen. Das musste den katalanischen Volksvertretern klar geworden sein, als die Zentralregierung jegliches konstruktives Gespräch mit ihnen abgebrochen hatte.

Spanien als Biedermann der Brandstiftung

Erst als das katalanische Parlament eine Volksabstimmung in die Wege leitete, wurde die primitive Masche vom „Haltet den Dieb“ in die Szene gesetzt.

Ein ganzes Heer an Nationalsouveränisten, Konzernhaien, Meuchlern und Heuchlern, Populisten verschiedenster Couleur trat in Bewegung, um die Katalanen über die vier Äther schlecht zu reden. Es sind die gleichen Kräfte die, wenn es um rein wirtschaftliche Interessen und billige Arbeitskräfte geht, zuschauen wie ganze Stämme von verzweifelten und hungernden Volksangehörigen ausgesiedelt und entwurzelt und explosiven Parallelgesellschaften zugeschoben werden. Es sind die gleichen Frömmler die zwar mit gutem Recht den Kosovo, die Abspaltungen in ehemaligen Balkan – und Ostblockländern rechtfertigen, dieses Recht aber den Bewohnern der Krim, den Kurden im Nordirak, den Südtirolern und Katalanen absprechen. Ihr wahres Gesicht haben sie jetzt in Katalonien gezeigt. Sie schauten zu wie die berüchtigte Guardia Civil frei gewählte Minister und Abgeordnete in Haft setzte und mit Gummigeschossen und Knüppelkommandos gegen friedliche Menschenmassen vorging.

Europa der Regionen braucht keine Nationalstaaten

Entgegen den Zentralisten und Großstaatsdenker hatten bereits die deutschen Dichter Goethe und Schiller die kulturelle Blüte und Diversität eines Europas der Regionen hervorgehoben.

Der als moralische Instanz des Europagedankens gefeierte Schriftsteller Robert Menasse sah sich gezwungen daran zu erinnern, dass die Katalanen in Grunde genommen die wahren Europäer sind. Denn „die Katalanen wollen das Konzept des Nationalstaates verlassen. Sie nehmen nur den Lissabon-Vertrag ernst, der von einem ‚Europa der Regionen‘ spricht. […]. Man braucht die nationale Ebene nicht.“

Altiero Spinelli, einer der Väter der Europäischen Union, vertrat ähnliche Ansichten. Einmal erklärte er mir, dass die Südtiroler ihre Existenz und Eigenart nur einer europäischen Perspektive, in einer selbstständigen europäischen Region Südtirol oder Tirol, als deutsch- und ladinischsprachiges Volk sichern und entwickeln können. Alles andere ist reiner Selbstbetrug und fataler Konservativismus.

Darum ist das Geschehen in Katalonien von größter Bedeutung. Denn vom Europa der Regionen wollen der spanische Regierungschef Mariano Rajoy und seine Schwadroneure nicht wissen. Es geht ihnen „um die Einheit der spanischen Nation“. Man nimmt Bezug auf die spanische Verfassung die von der „unauflöslichen Einheit der spanischen Nation“ und der „gemeinsamen und unteilbaren Heimat aller Spanier“ spricht.

Katalanen sind keine Spanier, wie Südtiroler keine Italiener  

Der Haken liegt nur darin, dass die Katalanen nicht das monarchische Spanien bevormunden, sondern nur über die Zukunft ihrer eigenen „republikanischen Nation“ frei entscheiden wollen. Denn, dass die Katalanen keine Spanier, sondern eine eigene Nation sind, daran gibt es keine Zweifel. Es wäre das gleiche, wenn man die Südtiroler als Italiener bezeichnen würde. Die Deutsch-Südtiroler sind italienische Staatsbürger, aber keine Italiener. Nationalität und Staatszugehörigkeit darf und kann nicht verwechselt werden.

Nichts war in den letzten Wochen unseren Freiheitsallergetikern zu perfid, nichts war ihnen zu dumm, um von oben herab die Katalanen zu beurteilen. Blind liefen sie den Lautsprechern in Madrid nach. Es sind die gleichen die früher zu den erklärten Autonomiegegnern zählten. Manch einer gibt sogar zu, dass er Unrecht hatte. Damals haben sie mit ihren „Rund- und Spitzköpfen“ („Teste tonde e teste a punta“) die schlimmsten Instinkte der schwarz-roten Meute geweckt. Denn die Wirkung einer solchen Politik, die in den Klassenzimmern die katholischen Kreuze verbieten, den zweisprachigen Mischmasch-Unterricht einführen und aus jedem Südtiroler einen „guten Italiener“ machen will, hat sich bei den Wahlen in Bozen und Meran gezeigt. Beinahe die Mehrheit der Italiener hat damals für eine deklariert faschistische Partei gewählt. Man hat lieber das Original gewählt. Dafür hat man einer Schule in Bozen nach dem Namen ihres Heilsbringers benannt. Wenn jemand wissen will, wer die Gurus dieser Quadratschädel waren, rate ich das Buch der Göttinger Historikerin Petra Terhoeven mit dem Titel „Deutscher Herbst in Europa“ (Oldenburg Verlag) über die „Lotta Continua“-Extremisten in Italien und Deutschland zu lesen. Was wundert, wenn deren anders gefärbten und kaschierten Erben jetzt auch noch die Südtiroler Bauern und Milchproduzenten bevormunden und belehren möchten. Dabei schrecken sie nicht davor zurück offen zuzugeben, ihre Ziele „nach Veränderung auch durch subversives Handeln zu erkämpfen“ (Zit. aus: „Grüne Jugend“).

Den Vorhaben der Katalanen steht man mit Skepsis gegenüber. Die Selbstbestimmung wird als unheilvolle Spaltung dämonisiert. Wenn der spanische Ministerpräsident sich auf einen umstrittenen Verfassungspassus beruft, so muss dies im Einklang mit der Verfassung erfolgen.

Les extrêmes se touchent“, „die Extremen berühren sich“, sagen die Franzosen.

Tajani: Italien hat die Polizei in den Alto Adige geschickt

Hinter der Zwiespältigkeit der Abspaltungsgegner steht in Südtirol eine ganz andere Spekulation: Katalonien könnte zur Blaupause für Südtirol werden.

Das bestätigte indirekt auch der Präsident des EU-Parlaments Antonio Tajani. Er gehört der Forza Italia an, jener Partei der Exponenten bis vor einigen Jahren „Mussolini als den Staatsmann des Jahrhunderts“ belobigten und die sich rühmen die Nichte des Duce in ihren Reihen zu haben. Forza Italia, wiederum gehört der Europäischen Volkspartei an, deren Mitglieder auch die CDU, CSU und SVP sind. Der Generalsekretär der EVP dürfte noch der Spanier Antonio Lopez-Isturiz sein, das sagt alles. Der genannte Antonio Tajani, den der wiedererwachte Silvio Berlusconi zum Kandidaten für die zukünftige Mitte-Rechts Regierung auserwählt hat, beeilte sich jeden Tag dem Chorgesang von Mariano Rajoy zu folgen. Vor lauter Argumentationsnot fiel dem Rechtsnationalisten nicht anderes ein, als im italienischen Fernsehen die Repression des Verfassungsbruches der Katalanen durch die Guardia civil zu verteidigen, denn: “auch wir [Italien] haben die Polizei in den Alto Adige  geschickt“. Na dann, gute Nacht! Damit stellt der EU-Präsident bewusst oder unbewusst Parallelen zwischen den Ereignissen in Katalonien und Südtirol her. Es scheint so als wollte er sich mit den Unterdrückungsmethoden der 60er Jahre überziehen.

„Auch wir haben die Polizei geschickt“, diesen Satz muss man sich ewig in Erinnerung behalten. „Und bist Du nicht willig, so brauch ich Gewalt“, das ist die Logik die sich wie ein Strick um den Nacken anhört. So gesehen, „wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht“ (B. Brecht). Wenn die Mehrheit eines Volks über eine Idee überzeugt ist, hat es ein gutes Recht sich dafür einzusetzen. Es geht schließlich um die menschliche Perspektive in Bezug auf die Identität der Menschen und wie sie diese verteidigen und entwickeln wollen. Wer die Demokratie wirklich ernst nimmt, kann nur einen Schluss ziehen: die Menschen immer frei entscheiden zu lassen.

In diesem Sinne sind wir Südtiroler alles Katalanen.

APA (Symbolbild)

Bub (5) aus fünftem Stock gestürzt – tot

Zu dem Unfall war es am Sonntagnachmittag gekommen. Der Bub prallte auf dem Asphaltboden neben dem Wohnhaus auf. Ein Passant alarmierte die Rettungskräfte. Der Fünfjährige war offenbar unbeaufsichtigt in der Küche der elterlichen Wohnung gewesen, als er gegen 16.45 Uhr aus dem Küchenfenster stürzte. Seine Mutter (31 Jahre), sein Vater (36 Jahre) und zwei ältere Geschwister (zehn und 13 Jahre) befanden sich zum Unfallzeitpunkt in einem anderen Raum der Wohnung und konnten keine Angaben zum Unfall machen.

APA

Foto: Südtiroler Heimatbund

SHB: „Europa muss endlich Farbe bekennen“

Der Heimatbund erinnert in diesem Zusammenhang an das Urteil des internationalen Gerichtshofes (IGH) vom 22. Juli 2010. Darin werde eindeutig erklärt, dass die einseitige Unabhängigkeitserklärung eines Volkes jederzeit möglich sei:

Die Entscheidung wurde am 22. Juli 2010 von Hisashi Owada, dem Präsidenten des Gerichts, verkündet. Es stellte klar, dass die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo nicht im Widerspruch zum Völkerrecht stehen würde, da weder das Völkergewohnheitsrecht noch das Völkervertragsrecht ein Verbot einseitiger Unabhängigkeitserklärungen eines Volkes beinhalten würde. Insbesondere verletze die einseitige Unabhängigkeitserklärung des Kosovo nicht die territoriale Integrität Jugoslawiens bzw. Serbiens, weil territoriale Unversehrtheit als Völkerrechtsprinzip nur für das Verhältnis zwischen Staaten, nicht jedoch für Akteure innerhalb eines Staates gelte.

Es überrascht daher nicht, dass der serbische Präsident Aleksandar Vucic im Zusammenhang mit der Volksabstimmung in Katalonien erklärte: „Wie konnten 22 EU-Mitglieder diese Abtrennung anerkennen – entgegen dem Gemeinschaftsrecht und jener Politik, auf der die EU gründet? Warum darf Kosovo, Katalonien aber darf nicht? Das ist das schlimmste Beispiel von Doppelmoral in der Weltpolitik“.

Es sei für den Heimatbund erfreulich, dass nun zumindest die UNO sich der Vorgänge in Spanien annehme. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra’ad Al Hussein, meldete sich persönlich zu Wort und forderte Spanien auf, die Einreise von UN-Menschenrechtsexperten zuzulassen. Spanien werde sich aber wie in den sechziger Jahren Italien damit herausreden, dass es sich um ein „innerstaatliches Problem“ handle. Diese Ausrede sei für Lang allerdings mehr als dürftig. Auch die Menschenrechtsverletzungen und Terrormaßnahmen der faschistischen und kommunistischen Regime waren jeweils “innerstaatliche” Vorgänge. Sie werden von der zivilisierten Welt heute einhellig verurteilt.

Jüngst wurde von Alfred de Zayas, UN-Sonderberichterstatter zur Förderung einer demokratischen und gerechten Ordnung, erklärt, dass die Unteilbarkeit eines Staates nur gegen andere Staaten gelte nicht aber gegen die demokratische Entscheidung des eigenen Staatsvolkes, die durch das Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt ist.

Diese Aussagen von hohen UN- Vertretern lassen hoffen, die EU hat sich aber klein, feig und hässlich gegenüber EU-Bürgern verhalten. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, schließt Lang.

Symbolbild

25-Jähriger brutal niedergeschlagen

Die Tat wurde laut Beobachtungen eines Augenzeugen ohne Vorwarnung oder erkennbarem Grund sowie äußerst brutal ausgeführt. Der Haupttäter, der den 25-Jährigen bereits in einem Lokal provoziert hatte, konnte von der Polizei inzwischen identifiziert werden.

Es handelt sich dabei um einen 26-jährigen Russen. Die restlichen zwei Täter sowie etwa drei zur Tätergruppe zugehörige Zeugen sind bislang unbekannt. Der bislang bekannte Täter soll seinem Opfer – im Falle einer Anzeige – mit dem Tod gedroht haben.

Der 25-Jährige erlitt multiple Verletzungen und wurde von der Rettung in die Klinik Innbruck gebracht

Foto: Telfs Patriots

Patriots-Ladies: Defense-Schlacht in Budapest

Von Beginn an dominierten die Defense-Teams der Telfer und Budapester Footballerinnen. Die Offense auf beiden Seiten hatte kaum eine Chance First-Downs zu erzielen, geschweige denn in die Nähe der Endzonen zu kommen, weshalb die erste Halbzeit zwar spannend, jedoch punktelos verlief. Erst im dritten Quarter brachten die Wölfinnen durch einen Safety Punkte aufs Scoreboard. Die Telfer Patriotinnen konnten in Budapest leider nicht ihre Qualitäten ausspielen. Unsicherheiten in der Offense verhinderten ein Durchkommen bei der starken Wolves-Defense. Und obwohl sie kämpften, blieben ihre Bemühungen unbelohnt.

Im vierten Quarter nutzten die Wolves Ladies eine kleine Unaufmerksamkeit der Patriots-Defense aus und liefen den einzigen Touchdown des Tages. Beim Versuch der Two-Point-Conversion allerdings war die Konzentration seitens der Telfer Verteidigung wieder 100-prozentig da, weshalb es keine Zusatzpunkte gab. Mit 8:0 wurde diese Partie abgepfiffen. „Es war nicht unsere beste Leistung heute“, resümierte Headcoach Lars Steinmetz. „Eine Rolle spielt sicherlich, dass wir aufgrund von einigen Grippeerkrankungen nicht vollzählig waren bzw. auch die zehnstündige Busfahrt macht eine Glanzleistung kaum möglich. Herausragend war allerdings unsere Defense, die wirklich alles gegeben hat“, führte er weiter aus.

Harte Trainings für Football-Spektakel am 21. Oktober

Für die Patriots Ladies folgt eine Bye-Week, die sie nutzen werden, um sich bestens auf die Dacia Vienna Vikings vorzubereiten. HC Steinmetz prognostiziert ein hartes Spiel: „Seit Jahren ziehen die Vikings Ladies konstant in die Finalspiele ein, die sie zum Großteil auch gewinnen konnten. Es wird unser bisher härtester Gegner werden. Aber ich kenne meine Ladies. Sie werden hochkonzentriert und motiviert aufs Spielfeld laufen und die Unterstützung der Fans nutzen, um ein gutes Spiel zu liefern.“

Am 21. Oktober begrüßen die Telfs Patriots am SportZentrum Telfs die Liga-Favoriten und Tabellenführer aus Wien. Um 18:00 Uhr geht’s los, nachdem die U15 gegen die Vienna Knights (13:00 Uhr) und die U17 gegen die St. Pölten Invaders (15:30 Uhr) gespielt haben. Es steht ein Football-Spektakel der Extraklasse bevor, zudem die Telfs Patriots herzlich einladen.

Concorso Musicale e Poetico OS DAL NOS

L’idea di Os dal Nos nasce nella primavera del 2013 dai membri del direttivo dell’Associazione Storico Culturale Linguistica “El Brenz”, alla ricerca di uno strumento nuovo ed efficace teso a promuovere e valorizzare l’uso delle varianti della lingua Ladino-Anaunica soprattutto tra le giovani generazioni. I partecipanti possono scegliere di iscriversi con un componimento per le tre categorie, Musica originali, Musica Cover e Poesia, rigorosamente scribrenzstto in una delle nostre parlate delle Valli del Noce.

Grazie alla straordinaria collaborazione nata con i ragazzi dell’Associazione “Le Cose Utili”, organizzatrice del Festival “Le Parti di Ricambio”, e al supporto dell’Ufficio per l’integrazione europea e gli aiuti umanitari della Regione Trentino Südtirol, il 10 agosto del 2014 è andata in scena la prima edizione di questo evento che sta acquisendo spessore e rilievo di anno in anno. In ogni edizione sono gli stessi partecipanti, durante le loro esibizioni, a sottolineare quanto questo concorso stia diventando un appuntamento al quale non si può mancare e quanto siano entusiasti di vedere sempre più giovani coinvolti nel trasmettere l’importanza dell’uso delle nostre parlate.

Non si può dimenticare che l’ispirazione che ha generato questo evento è giunta a seguito della trasferta del direttivo e del gruppo giovani de “El Brenz”, nelle terre Occitane della provincia di Cuneo al bellissimo Festival occitano “Uvernada” che si svolge ogni anno a Borgo San Dalmazio. In quel luogo si à compreso il potere unificante ed identitario che la poesia e la musica possono donare ad un popolo.brenz

Domenica 6 agosto ha avuto luogo l’attesa 4° edizione del Concorso Musicale e Poetico “Os dal Nos”. Nello splendido teatro boscoso delle Plaze di Croviana, all’interno del Festival “Le Parti di Ricambio”, si sono alternati gli artisti nonesi, solandri e rabiesi che hanno reso speciale, osiamo dire epica, quest’edizione.

Foto: Berufsfeuerwehr Bozen

Ein Toter in Bozen-Süd

Ein Fahrzeuglenker soll aus bisher unbekannter Ursache die Kontrolle über seinen Pkw verloren haben. Darauf streifte er mehrere abgestellte Container und abgestellte Fahrzeuge, bis er schließlich heftig gegen einen abgestellten Lkw prallte.

Beide Fahrzeuginsassen sind durch den Aufprall schwer verletzt worden. Einer der beiden liegt schwer verletzt im Bozner Krankenhaus, der andere hat den Unfall nicht überlebt.

Im Einsatz standen die Berufsfeuerwehr Bozen, die Freiwillige Feuerwehr St. Jakob-Grutzen, Notarzt, Weißes Kreuz, Notfallseelsorge und Ordnungshüter.

APA (AFP)

USA und Türkei frieren gegenseitige Visavergabe ein

Zuvor hatten die USA sich “tief besorgt” über die Festnahme eines ihrer Botschaftsangestellten geäußert. Der türkische Staatsbürger wird der Spionage verdächtigt und soll der Bewegung des in den USA lebenden Islam-Predigers Fetullah Gülen nahe stehen. Die türkische Regierung macht dessen Bewegung für den Putschversuch im vergangenen Jahr verantwortlich.

Am Sonntagabend reagierte die Türkei. Sie veröffentlichte eine nahezu wortgleiche Erklärung und legte ihrerseits die Visavergabe an US-Bürger auf Eis.

Der gegenseitige Stopp der Visavergabe belastet die ohnehin angespannten Beziehungen der beiden NATO-Staaten schwer. Außenminister Mevlut Cavusoglu hatte deswegen laut türkischen Medienberichten bereits am Samstag mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson gesprochen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte Ende September den USA die Übergabe des seit Monaten inhaftierten amerikanischen Pastors Andrew Brunson im Austausch gegen Gülen in Aussicht gestellt. Auch US-Präsident Donald Trump hatte gefordert, Brunson freizulassen.

APA

Foto: flickr.com/ Joan Campderrós-i-Canas/cc

Kataloniens Präsident hält an Unabhängigkeit fest

Puigdemont bezog sich auf das Anfang September vom Regionalparlament in Barcelona verabschiedete Gesetz, das als rechtliche Grundlage für das Referendum am 1. Oktober gelten sollte, vor der Volksbefragung aber ebenso wie die Befragung selbst vom Verfassungsgericht für illegal erklärt worden war. Es wird erwartet, dass Puigdemont die Unabhängigkeit bei einer Rede am Dienstagabend im Parlament in Barcelona verkünden könnte.

Der Regionalpräsident warf der spanischen Zentralregierung vor, sich einem Dialog zu verweigern.

„Wir haben die Tür zu einer Vermittlung geöffnet, wir haben ‘Ja’ gesagt zu allen uns präsentierten Vermittlungsmöglichkeiten. Die Tage vergehen, und wenn der spanische Staat nicht auf positive Weise reagiert, werden wir das tun, wozu wir hergekommen sind.“


UT24 KATALONIEN-SCHWERPUNKT


Die Fronten in Katalonien verhärteten sich unterdessen zunehmend und die Atmosphäre war von wachsendem Nationalismus auf beiden Seiten geprägt. „Es ist wie auf der Titanic, wo das Orchester bis zum Untergang spielt“, kommentierte der bekannte katalanische Journalist Joaquin Luna von der Zeitung La Vanguardia das unbeirrte Festhalten der Regionalregierung an ihrem Unabhängigkeitskurs. Der katalanische Nationalismus habe für einige der vehementesten Verfechter schon fast „religiösen“ Status.

Zuvor hatte der konservative spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy sich erneut unnachgiebig gezeigt. In einem Interview der Zeitung El Pais wies er alle Aufrufe zum Dialog mit den Unabhängigkeitsbefürwortern scharf zurück, solange diese nicht auf die angestrebte Unabhängigkeit verzichteten.

„Spanien wird nicht geteilt werden und die nationale Einheit wird erhalten bleiben“,

stellte er klar.

„Wir werden alle uns zur Verfügung stehenden gesetzgeberischen Instrumente nutzen, um das sicherzustellen.“

Er halte es nicht für ausgeschlossen, Artikel 155 der Verfassung anzuwenden, um Kataloniens Autonomie auszusetzen und die Region unter Verwaltung der Regierung in Madrid zu stellen.

Am Sonntag vor einer Woche hatte Puigdemont ungeachtet eines Verbots durch das Verfassungsgericht und gegen den Willen der Zentralregierung in Madrid ein Referendum über die Unabhängigkeit abhalten lassen. Bei der von den Gegnern der Abspaltung mehrheitlich boykottierten Befragung gewann das “Ja”-Lager mit rund 90 Prozent, die Beteiligung lag nur jedoch bei nur 43 Prozent. Dennoch reklamierte Puigdemont anschließend, damit habe Katalonien das „Recht auf Unabhängigkeit” erlangt. Die spanischen Behörden hatten unter anderem mit Einsatz von Polizeigewalt versucht, die Abstimmung zu verhindern. Millionen Stimmzettel waren beschlagnahmt worden, zahlreiche Stimmlokale wurden geräumt.

In Barcelona waren am Sonntag Hunderttausende Menschen gegen die Abspaltungspläne auf die Straße gegangen. Auf ihrem Marsch durch das Zentrum der Regionalhauptstadt Barcelona skandierten die Demonstranten am Sonntag unter anderem „Ich bin Spanier“ und „Viva Espana“.

Der Chef der spanischen Linkspartei Podemos, Pablo Iglesias, warnte Puigdemont, auf keinen Fall bis zum Äußersten zu gehen. „Wir raten der katalanischen Regierung zur Vorsicht: Erklären Sie nicht einseitig die Unabhängigkeit!“, sagte er der Frankfurter Rundschau. Wenn man das Terrain der politischen Auseinandersetzung verlasse, könne man sehr schnell auf das gefährliche Terrain der Verhaftungen, des Verbotes politischer Parteien, der Ausgangssperre, und der Versammlungsverbote geraten, sagte Iglesias.

Er hatte sich mit den katalanischen Nationalisten solidarisch erklärt und wegen der Polizeigewalt beim Referendum ein EU-Sanktionsverfahren gegen Spanien ins Spiel gebracht.

APA

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Die Erde bebt im Pustertal

Ersten Meldungen zufolge war das Beben im Raum Bruneck sowie in Außervillgraten in Osttirol vereinzelt leicht verspürt worden. Schäden an Gebäuden hat es keine gegeben.

Das Epizentrum soll vier Kilometer nordwestlich von Niederdorf gelegen haben.