Schwuler Rabatt

Mit dem „Erlebnisticket für LGBT-Touristen und bunte Wienbesucher“ erhalten in der Hautpstadt Wien Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender Rabatte für öffentliche Verkehrsmittel, Lokale und Sightseeing. Was es mit dem Sonderangebot für sexuelle Minderheiten auf sich hat.

Bildschirmfoto: Wiener Linien

„Wien, Wien, nur Du allein!“, heißt es in einem alten Wienerlied von Rudolf Sieczyński. Ein Alleinstellungsmerkmal der ganz besonderen Art hat die rot-grün regierte Stadt seit einiger Zeit zu bieten: Ein eigenes Öffi-Ticket für „queere Touristen“.

Wer auf auf die Internetseite der Wiener Linien geht, findet unter den Angeboten den sogenannten „Queer City Pass Wien“. Für 14,90 Euro für 24 Stunden können Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender und andere „bunte Wien-Besucher“ allen öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

Doch das Ticket hat noch mehr zu bieten. Auch im Nachtlokalen, in Restaurants sowie bei Kultur & Bühne, Sehenswürdigkeiten und Einkaufsgeschäften gibt es Ermäßigungen für Inhaber des „Queer City Pass“.

Schauen Heteros durch die Finger?

Es stellt sich die Frage, warum nicht ein einziges Touristen-Ticket ausreicht, welches für alle Besucher der Stadt das selbe Ermäßigungs-Angebot bereithält. Ein herkömmliches 24-Stunden-Ticket kostet zwar nur 7,60 Euro, dafür aber ohne Extras. Auch ein weiteres Angebot für Touristen, welches ebenfalls Rabatte für Sehenswürdigkeiten und Lokale beinhaltet, kann weder in Sachen Angebotsvielfalt noch Preis mithalten.

Laut einem Sprecher der Wiener Linien gegenüber der Tageszeitung Heute handelt es sich lediglich um „ein Zusatzangebot an Touristen“. Dabei agiert der öffentliche Nahverkehr nur Vermittler: Die Ermäßigungen werden von einem Unternehmen ausgehandelt, welches die selben Angebote auch in Berlin, Köln und München anbietet.

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