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  • Nord- und Osttiroler Schüler starten in das Schuljahr

    Raus aus den Ferien, rein in das Schulleben: Rund 92.900 Schüler in Nord- und Osttirol starten Anfang September wieder mit dem „Ernst des Lebens“ – 7.548 von ihnen schnuppern bei ihrer Einschulung zum ersten Mal Schulluft.

    APA

    Für die meisten Kinder und Jugendlichen beginnt der Schulalltag bereits etwas früher: Über drei Viertel der 518 allgemein bildenden Pflichtschulen nehmen den Unterricht bereits vor dem 11. September wieder auf. Für die meisten Schüler, nämlich 32.036, wird in den 336 Pflichtschulen ab dem 6. September wieder gelernt. Am 11. September starten rund 10.870 Pflichtschüler. Auch 20 der 64 weiterführenden Schulen in Tirol öffnen bereits diese Woche am 6. bzw. 7. September ihre Türen.

    Zeit für Erholung gibt es dann für viele SchülerInnen wieder im Herbst durch die Kombination von Feiertagen und schulautonomen Tagen, heuer meist in der Kalenderwoche 43. Von den  schulautonomen Tagen (vier für die Pflichtschulen, fünf für die weiterführenden Schulen) sind von der Bildungsabteilung des Landes und vom Landesschulrat der 11. Mai und der 1. Juni 2018 zentral für schulfrei erklärt worden. „Bildung schafft Zukunft und Perspektiven – für jede und jeden Einzelnen als auch für die gesamte Gesellschaft“, betont Nord- und Osttirols Bildungslandesrätin Beate Palfrader.

    Daher sei es umso wichtiger, die Kinder und Jugendlichen in Tirol „bestmöglich in ihrer Ausbildung zu unterstützen und in ihrer eigenen Entwicklung zu fördern – wir müssen die nötigen Rahmenbedingungen schaffen, die sie in ihrer Bildungsentwicklung stärken. Zudem sind Schulen nicht nur Bildungsstätten-, sondern auch Begegnungsorte: Neben ihrer Bildungsaufgabe nehmen sie auch im Sinne eines künftigen gemeinschaftlichen und respektvollen Miteinanders eine wesentliche Rolle ein.“

    Stabile Pflichtschullandschaft in Tirol

    Die GesamtschülerInnenzahlen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert: Ähnlich wie 2016/2017 besuchen heuer 51.590 Schüler eine Pflichtschule in Tirol (-169), 11.789 eine berufsbildende Pflichtschule (+139) sowie 29.518 eine weiterführende Schule (- 8). 158 Junglehrer nehmen in diesem Schuljahr ihre Arbeit auf – dem gegenüber stehen 146 Pensionierungen.

    Von einem Lehrermangel kann in Tirol nicht gesprochen werden: „Mit einem Mangel an Lehrern ist weder im Bereich der weiterführenden Schulen noch im Bereich der Pflichtschulen zu rechnen: In den weiterführenden Schulen gehen wir bis 2025 von rund 860 Pensionierungen aus – in den Pflichtschulen mit etwa 2.000. Ein Lehrermangel wird sich aber vor allem voraussichtlich deshalb nicht ergeben, weil die Studierendenzahlen ansteigend sind“, erklärt LR Palfrader.

    Neues und Altbewährtes im Schuljahr 2017/2018

    Mit dem Start in das neue Schuljahr starten auch zwei neue Ausbildungsrichtungen: „Biomedizin- und Gesundsheitstechnik“ an der HTBLVA Innsbruck, Anichstraße, der „Schwerpunkt Holzbau“ an der HTBLA Imst sowie der Schulversuch „Dualer Bildungsabschluss“ am Akademischen Gymnasium Innsbruck. In 16 weiterführenden Schulen (AHS/BMHS) wird mit der „Modularen Oberstufe“ begonnen.

    Weiteres verfügen nach der Verleihung am 21. September 2017 insgesamt 27 Schulen in Tirol über das „Gütesiegel Gesunde Schule Tirol“ als Beleg für eine ganzheitlich gelebte gesundheitsfördernde Schule. Weitere 16 Schulen haben sich bereits auf dem Weg in Richtung Gütesiegel gemacht.  Altbewährt und nach wie vor ein wichtiges Thema sind in Tirol die Kleinschulen: „Wir stehen zu unserer Kleinschulstruktur und wollen diese zukunftsorientiert weiterentwickeln – Schulen sind wichtig für das örtliche Leben.

    Gleichzeitig gilt es aber auch zu beachten, dass es weder wirtschaftlich sinnvoll noch pädagogisch zielführend ist, mehrere Kleinschulen innerhalb einer einzelnen Kleingemeinde zu führen“, verweist die Landesrätin auf die 166 niederorganisierten Volksschulen in Tirol.

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