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  • Flughafen BZ: Über Umwege zum Ziel

    Am 12. Juni 2016 stimmten im Zuge der Volkabstimmung 70 Prozent der Bozner und einiger Bürger aus den umliegenden Gemeinden gegen eine Vergrößerung des Flughafens im Süden der Stadt. Trotz dem deutlichen Nein zu einem Ausbau auf öffentlichen Kosten, wird hinter den Kulissen immer wieder spekuliert, dass Private den Flugplatz übernehmen könnten.

    Flughafen Bozen - Foto: Land Südtirol

    Der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder, warnt Landeshauptmann Arno Kompatscher davor, einen Flugplatz Bozen durch die Hintertür zuzulassen: „Der Landeshauptmann Arno Kompatscher ist nach dem 70-Prozent-Nein der Bevölkerung bei der Volksabstimmung persönlich dafür verantwortlich, dass der Bürgerwille gegen den Flugplatz auch umgesetzt wird. Juridische Spitzfindigkeiten über das Ergebnis der Volksbefragung sind da irrelevant“, so Pöder.

    Das langsame Vorgehen der Landesregierung bei der Abwicklung des Flughafens sei wenig vertrauensfördernd: „Formell mag die Bevölkerung über die öffentliche Finanzierung des Flugplatzes abgestimmt haben, das Ergebnis war aber prinzipiell ein schallendes Nein zum Bozner Flugplatz.“

    Missachteter Bürgerwille

    Auf Umwegen werde versucht, die eigenen Interessen durchzusetzen: „Wenn der Landeshauptmann sich nun hinter einigen privaten Investoren versteckt, welche den Flugplatz übernehmen wollen, dann übernimmt er die volle politische und persönliche Verantwortung dafür, dass der Bürgerwille missachtet wird. Denn natürlich ist klar, dass das Unternehmer-Engagement nur ein Zwischenspiel bis hin zur erneuten öffentlichen Finanzierung des Flugplatzes Bozen wäre. Es ist bekannt, dass Wirtschaftstreibende keine Freude mit der Volksbefragung und schon gar nicht mit deren Ergebnis hatten. Jetzt versucht man den Flugplatz durch die Hintertür weiter zu betreiben und zu vergrößern.“

    Pöder droht: „Wenn die Politik dies zulässt, werden diejenigen öffentlich im kommenden Landtagswahlkampf dafür verantwortlich gemacht, die dies politisch zu verantworten haben: Landeshauptmann, die Landesregierung und die Südtiroler Volkspartei.“

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