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  • „Ich habe immer noch Gänsehaut – im negativen Sinn“ – Interview

    Bei der Ärzte-Fußball-Weltmeisterschaft in Leogang (Salzburg) ist es diese Woche zu einer lebensgefährlichen Schrecksekunde gekommen. Ein Blitz ist während dem Spiel zwischen Tschechien und Kolumbien direkt neben dem Spielfeld eingeschlagen. Der Südtiroler Alfred Monsorno sitzt im Organisations-Komitee der Veranstaltung und war nur 50 Meter entfernt. Im Gespräch mit UT24 erzählt er, wie er den furchterregenden Blitzeinschlag hautnah miterlebt hat.

    UT24: Herr Monsorno, Sie haben den Blitzeinschlag während der Fußball-Weltmeisterschaft der Ärzte hautnah miterlebt. Wo waren Sie in dem Moment?

    Ich war während der Spiele als Fotograf im Einsatz und etwa 50 Meter entfernt, als der Blitz eingeschlagen hat. Das war schon eine gewaltige Sache, die einen zum Nachdenken bringt.

    UT24: Denkt man anders über das Leben, wenn man so haarscharf an einer lebensgefährlichen Situation dran war?

    In so einem Moment denkt man daran, dass bestimmte Sachen im Leben nicht mehr wichtig sind. Ich persönlich habe mich nur drei Minuten zuvor genau in dieser Richtung aufgehalten, um Fotos zu machen. Das kann alles ziemlich schnell gehen. Wäre der Blitz nur wenige Meter weiter eingeschlagen, so hätte er in einer Gruppe von Spielern eingeschlagen.

    UT24: Wie haben die Spieler auf den plötzlichen Blitzeinschlag reagiert?

    Die Spieler haben plötzlich alle angefangen zu schreien und sind dann sofort in Richtung der Tribüne gelaufen. Der Schiedsrichter hat die Situation zum Glück richtig eingeschätzt und das Spiel sofort abgebrochen. Es waren alle aber auch ziemlich fertig nach diesem Erlebnis.

    UT24: Sie haben ja im Organisationskomitee der Veranstaltung mitgewirkt. Wie wichtig ist es Ihrer Ansicht nach, bei Sportveranstaltungen auf solche Wettersituationen zu achten und notfalls ein Spiel auch abzubrechen?

    Bei Veranstaltungen im Sommer, die im Freien stattfinden, finde ich, dass man das auf jeden Fall machen sollte. Das Wetter ist leider manchmal unberechenbar. Im Nachinein ist man bekanntlich immer schlauer und findet was auszusetzen. Aber wenn einmal etwas passiert, fängt das altbekannte Suchen nach den Verantwortlichen an. Durch diesen Vorfall hat man jedenfalls wieder einmal gesehen, dass Blitzeinschläge nicht nur auf den Bergen passieren können, sondern auch im Tal.

    UT24: Sie sind vielen Südtirolern ja als Ikone der Laufsportwelt bekannt. Ist Ihnen so etwas schon einmal während Ihrer Tätigkeit bei Sportevents passiert?

    Das ist das erste Mal. Ich persönlich mache sehr viele Laufveranstaltungen, bei denen mir so etwas Gott sei Dank noch nie passiert ist. Deswegen hoffe ich, dass so etwas auch einmalig bleibt. Ich habe immer noch Gänsehaut in einem negativen Sinn. Das war eine heftige Situation mitten im Fußballstadion in Leogang, die nicht zu unterschätzen ist.


    Alfred Monsorno aus Montan ist für viele eine Legende im Südtiroler Laufsport. Bereits in seinen jungen Jahren nahm er an Marathon-Veranstaltungen in aller Welt teil. Heute gilt er als wichtiger Organisator von Laufveranstaltungen in Südtirol. Dazu zählt der Südtirol Marathon oder auch der Firmenlauf “Fit for Business” in Neumarkt.


    na bumm

    Auch Fußball ⚽️ kann gefährlich sein! 💦😵😱💨⚡️#lemonmedia #saalfeldenleogang #wmfc2017 #blitz Jah Mike, SC Leogang Fußball

    Posted by Lemonmedia.at on Montag, 10. Juli 2017


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