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  • Wahnsinn: 85.000 Bewerber kämpfen um 30 Arbeitsplätze

    In Italien haben sich 85.000 Menschen um 30 Arbeitsstellen bei der italienischen Nationalbank beworben. Von diesen werden überhaupt nur rund 8.000 Bewerber, die über die besten Lebensläufen verfügen, zu einem schriftlichen Test geladen. Dabei handelt es sich bei den Arbeitsplätzen um Hilfsjobs.

    Symbolbild: Walter Reich / pixelio.de

    Dieser Wettbewerb spiegelt die Krise in Italien wider: Bei über 11 Prozent lag die Arbeitslosenquote, als die Anmeldefrist zum Wettbewerb am 29. Mai verstrich. Die Jugendarbeitslosigkeit befand sich sogar bei 37 Prozent.

    Die Bank stockte die freien Stellen aufgrund des gewaltigen Ansturms sogar nachträglich von 30 auf 60 auf. Wer glaubt, es handelt sich um gut dotierte Manager-Posten, der irrt. Die ausgeschriebenen Arbeitsplätze entsprechen Hilfsjobs und werden mit rund 28.300 Euro brutto entlohnt. Etwa 1.300 Euro im Monat wird davon den Angestellten bleiben.

    Die zukünftigen „vice assistenti di Banca d’Italia (Anm. Vize-Assistenten der Banca d‘Italia)“ werden unter anderem abgenutzte oder gefälschte Geldscheine aussortieren.

    Von 84.745 Bewerbern sind nur 8.140 zum schriftlichen Test zugelassen worden. Die Bank gibt am 27. Juli bekannt, wer dazugehört. Alle Kandidaten werden aber deutlich überqualifiziert sein. Denn zur ersten Prüfung wird nur geladen, wer die Matura mit der Höchstpunktezahl bestanden hat und ein abgeschlossenes fünfjähriges Studium vorweisen kann.

    Laut der italienischen Tageszeitung La Repubblica blicken die Kandidaten einer harten Vorbereitungszeit entgegen. Auf sie warten 100 Fragen aus den Bereichen Wirtschaft, Mathematik, Statistik und Englisch.

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