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  • Rocksänger stirbt unerwartet

    Rocksänger Chris Cornell ist tot. Der 52-Jährige aus Seattle (Washington), der u.a. mit Soundgarden und Audioslave Erfolge feierte, starb unerwartet. Sein Manager bestätigte das Ableben des Mitbegründers der Grunge-Bewegung der 1990er-Jahre.

    APA (GETTY)

    Cornell starb laut CNN am Mittwoch (Ortszeit) in Detroit auf Tournee mit Soundgarden. Als “plötzlich und unerwartet” bezeichnete Brian Bumbery, Sprecher des Sängers, den Tod des Rockmusikers. Cornells Frau Vicky und die Familie seien geschockt und werden eng mit dem Gerichtsmediziner zusammenarbeiten, um die Ursache zu finden.

    Cornell wurde am 20. Juli 1964 als Christopher John Boyle in der späteren “Grunge-Hauptstadt” Seattle geboren. Anfang der 80er-Jahre machte der Sänger erste Erfahrungen in Bands, mit Soundgarden (“Black Hole Sun”) sollte er zum Star werden und ein neues Rock-Genre mitdefinieren. Später versuchte sich Cornell, ein enger Freund der Band Pearl Jam, solo in diversen Stilen, gründete mit den Instrumentalisten von Rage Against The Machine die “Supergroup” Audioslave und sang das Titellied für den Bond-Film “Casino Royal” (“You Know My Name”).

    2010 gaben Soundgarden ihre Wiedervereinigung bekannt. Das Album “King Animal” zwei Jahre später war ein beeindruckendes Comeback. “Wenn Reunions ausschließlich aus nostalgischen Gründen passieren, finde ich das traurig”, sagte der Ausnahmesänger in einem APA-Interview. 2014 gastierte Cornell mit Soundgarden am Nova Rock in Nickelsdorf, solo war er in Wien zuletzt im April 2016 im Konzerthaus mit einer intimen Darbietung zu erleben.

    Ein Zitat aus einem Gespräch mit der APA fasst Cornells Einstellung zum Musikgeschäft gut zusammen: “Ich liebe dramatische Wendungen und mit der Musik an die Grenzen zu gehen.”

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