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  • Tiroler Händler auf dem Online-Marktplatz erfolgreich

    Amazon ist Realität. Wie die Tiroler Händler diesen populären Vertriebskanal nutzen können, haben sie Mitte Mai bei einem Seminar in der Wirtschaftskammer Tirol erfahren.

    APA (AFP)

    „Ist ein regionaler Anbieter online nicht ausreichend vertreten, wird auch nicht regional gekauft“, bringt es Barbara M. Thaler, WK-Vizepräsidentin und Obfrau des Tiroler Internethandels, auf den Punkt. Und genau darum ging es den Teilnehmern am Seminar „Erfolgreich auf Amazon verkaufen“: sie wollten lernen, wie sie online ihr Potenzial ausschöpfen können. Die Experten Klaus Forsthofer und Karim-Patrick Bannour von der Marktplatzagentur “MarktPlatz1” erklärten mit vielen Praxisbeispielen und Tipps, welche Vor- und Nachteile Amazon für Händler bietet, wie der Vertriebskanal funktioniert, welche Modelle es für den Verkauf und die Logistik gibt und von welchen Faktoren es abhängt, um erfolgreich zu verkaufen.

    „Gerade für kleine Unternehmen muss es nicht gleich ein eigener, in Entwicklung und Betrieb relativ teurer, Online-Shop sein. Viele starten mit Produktpräsentationen auf Marktplätzen wie eben Amazon. Es ist ein klassischer Fall einer Kosten-Nutzen-Rechnung und keineswegs Werbung für Amazon“, betont Thaler. Zwei Drittel aller Umsätze im heimischen Internet-Einzelhandel entfallen auf die Onlineshops von lokalen Einzelhandelsunternehmen. „Traditionelle Handelsbetriebe“, so Thaler, verfügen über mehrere Startvorteile. „Sie haben meist bereits einen bestimmten Bekanntheitsgrad, Lagerflächen sind ebenfalls vorhanden. Die Online-Präsenz steht nicht in Konkurrenz zum Geschäft vor Ort, sondern lässt sich als verlängerte Ladenfläche nutzen.“

    Es gehe nicht darum, den Handel ins Internet zu verlagern. Aber es ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit, mehrere Vertriebskanäle parallel zu bespielen (Multichannelling). „Amazon ist eine von mehreren Möglichkeiten – und stellt eine wertvolle Ergänzung für Händler dar, wenn die Spielräume professionell genutzt werden.“ Wichtig sei letztlich, dass österreichisch gekauft wird – ob im Geschäft vor Ort, oder über die Online-Plattform eines heimischen Händlers. „Denn in beiden Fällen werden die heimische Wirtschaft gestärkt und Arbeitsplätze im Land gesichert“, weiß die WK-Vizepräsidentin um die Verbindung von stationärem Handel und E-Commerce.

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