• Südtirol
  • Ahrntal: Vorerst keine Unterkunft für junge Afrikaner

    Das umstrittene SPRAR-System soll in möglichst vielen Südtiroler Gemeinden eingeführt werden. Damit will der Staat junge afrikanische Männer in den Dörfern des Landes unterbringen. Doch im Ahrntal lässt man sich noch Zeit und will erst alle Details des Programms prüfen. UT24 hat mit Bürgermeister Helmut Klammer darüber gesprochen.

    Ahrntals Bürgermeister Helmut Klammer will erst alle Details genau prüfen, bevor sich das Ahrntal dem SPRAR-System anschließt - Foto: APA/Gemeinde Ahrntal

    Wie UT24 berichtete plant der italienische Staat, möglichst viele afrikanische Asylwerber in den Südtiroler Gemeinden unterzubringen. Grund dafür ist das sogenannte SPRAR-System, bei dem der Staat die Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten finanziell belohnt.

    Nachdem einige Gemeinden im Pustertal, wie z.B. Gais, das umstrittene System bereits abgenickt haben, lässt man sich im Ahrntal mit der Entscheidung noch Zeit. Die Gemeinde befindet sich im Moment in einer sogenannten Prüfphase, um zu analysieren, wie sie mit diesem Thema umgehen will.

    „Wir wollen uns zuerst schlau machen, damit wir die genauen Bedingungen kennenlernen“, so der Ahrntaler Bürgermeister, Helmut Klammer gegenüber UT24. Er spricht dabei vor allem die Größe und die besondere Lage seiner Gemeinde an, die vor einer Unterbringung von Asylwerbern genauestens berücksichtigt werden soll.

    Klammer: „Haben noch bis September Zeit“

    Das Ahrntal befinde sich laut Angaben von Bürgermeister Klammer allerdings auch bereits im engen Austausch mit den Nachbargemeinden. Auch dort ist die Unterbringung von jungen Afrikanern bereits in aller Munde. „Wir wollen ganz behutsam mit diesem Thema umgehen, da es doch gewisse Auswirkungen auf die Bevölkerung im Ahrntal haben wird“, so Klammer.

    Wann das SPRAR-Programm im Gemeinderat besprochen werden soll, kann Klammer noch nicht genau abschätzen. Vorher sollen noch weitere Gespräche mit den Nachbargemeinden stattfinden. „Es ist ja auch so, dass wir noch bis September Zeit haben, um uns für dieses Programm zu bewerben. Da haben wir also doch noch genügend Zeit“, zeigt sich der Bürgermeister noch gelassen.

    Dass sich die Gemeinde bis September für das Programm bewerben wird, kann Klammer zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen, noch dementieren. Sollte sich das Ahrntal für eine Teilnahme an SPRAR entscheiden, so könnten bis zu 25 vorrangig junge Afrikaner im Tal untergebracht werden.

    P.S. Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von unsertirol24.com!