• Südtirol
  • „Dankeschön, wir gehen“

    Bild: Screenshot Rai Südtirol

    von Martin Feichter

    Was ich nicht verstehe ist, dass man gesagt hat: „Geht doch, geht doch“. Wäre ich dort gewesen, hätte ich gesagt: „Dankeschön, wir gehen“. Ich möchte sehen, was Italien dann macht, wenn wir sagen: „Danke für das tolle Angebot, dass wir zu Österreich oder auch zur Schweiz gehen könnten“. Warum nehmen wir solche Provokationen nicht auf und sagen: „Ja, wir gehen“? Ich möchte wissen, was Italien dann dazu sagt.

    Dieses Zitat stammt nicht etwa von einem Vertreter der Süd-Tiroler Freiheit, sondern von der ehemaligen Europaparlamentskandidatin der Südtiroler Grünen und pensionierten Rom-Korrespondentin der Rai, Oktavia Brugger. Brugger nimmt damit Stellung zu den „andate, andate“-Rufen in der italienischen Fernsehsendung L’Arena.

    Weil die Sonderautonomien derzeit keinen leichten Stand in Italien haben, ging Rai Südtirol am Montag in der Sendung „Am runden Tisch“ der Frage nach, warum Südtirol in den italienischen Medien so schlecht dargestellt wird und was dagegen unternommen werden könnte. Dazu diskutierten neben Brugger auch Landeshauptmann Arno Kompatscher, der aus der Toskana stammende Publizist Gabriele Di Luca sowie der ANSA-Journalist Stefan Wallisch. Die Sendung ist in der Mediathek von Rai Südtirol abrufbar.

    Auf die Frage von Moderatorin Johanna Gasser, was Italien denn antworten würde, erwiderte Brugger übrigens:

    Sie würden es sich schon gewaltig überlegen, uns sozusagen „gehen“ zu lassen. Also ich finde man darf sich da nicht provozieren lassen, man muss einfach, wennschon, mit ihnen weiter provozieren und dann werden sie merken, dass das so nichts bringt.

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