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  • Tiroler Jungunternehmer mit positiver Grundstimmung

    Die Stimmung bei den Tiroler Jungunternehmern ist grundsätzlich gut: Vertrauen in das eigene Unternehmen, positive Entwicklung bei Mitarbeitern – doch die Zuversicht in die gesamtwirtschaftliche Entwicklung fehlt.

    Symbolfoto: © Konstantin Gastmann / pixelio.de

    Zum Jahresbeginn holt die Junge Wirtschaft (JW) die aktuelle Stimmungslage der Österreichischen Jungunternehmer zur konjunkturellen Entwicklung ein. 1.060 Jungunternehmer wurden österreichweit befragt: „Tirols Jungunternehmer sind ein wichtiger Zukunftsfaktor, jedoch ist unter den Befragten nur verhaltene Aufbruchsstimmung zu vernehmen“, erklärt Clemens Plank, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol.

    Die Jungunternehmer haben Optimismus in Bezug auf das eigene Unternehmen, für die Gesamtwirtschaft sehen sie jedoch schwarz: „Gerade im Westen sind wir im Vergleich zum Osten sehr pessimistisch eingestellt, was die wirtschaftliche Lage angeht. Dennoch sind positive Tendenzen zu vernehmen. So plant rund ein Drittel (32 Prozent) der Tiroler Jungunternehmer in den nächsten Monaten einen Mitarbeiter aufzunehmen“, so Plank.

    Gegenwärtig rechnen 68 Prozent der Neo-Gründer mit einer konstant bleibenden Ertragslage, das sind um sieben Prozent mehr als im Österreich-Vergleich: „Die positive Entwicklung beim Sparverhalten der Kunden schlägt sich zum Teil auch in der Kostensituation nieder. Dennoch sind junge Selbstständige nach wie vor stark durch Abgaben und Steuern belastet.“ Auch bei den Kosten rechnet rund die Hälfte der Tiroler Jungunternehmer mit einer Konstante im Wirtschaftsjahr 2017, 19 Prozent der Befragten sogar mit einer Verbesserung.

    Dreiviertel wird Investionen verringern

    In Bezug auf die Investitionen ist die Stimmung bei den Tiroler Jungunternehmern allerdings noch etwas verhalten. Knapp ein Drittel der Befragten wird im kommenden Jahr die Investitionsaktivitäten verringern: „Jungunternehmer brauchen Maßnahmen, die ihnen bei der Entwicklung ihres Unternehmens helfen. Mögliche Reformen für Anreize um mehr Mitarbeiter aufzunehmen sowie in die Wirtschaft zu investieren gäbe es aus Sicht der Jungunternehmer genug“, stellt der Tiroler Landesvorsitzende Plank klar.

    „Es ist wichtig, Impulse zu setzen. Ein Beispiel ist die jetzt in Kraft tretende Investitionszuwachsprämie. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass junge Selbstständige nach wie vor die Optimismus-Tankstellen der Wirtschaft sind. Von einer Euphorie-Welle kann jedoch noch bei weitem nicht gesprochen werden. Es liegt jetzt an der Regierung, diesen Aufschwung mit Reformen endlich in Schwung zu bringen.“

    Senkung von Lohnnebenkosten gefordert

    Unter dem Titel „#3FuerAlle“ fordert die Junge Wirtschaft Tirol die Senkung der Lohnnebenkosten für die ersten drei Mitarbeiter in den ersten drei Beschäftigungsjahren – für alle Gründer. „Ein Zweiklassen-Unternehmertum lehnen wir entschieden ab, denn jedes neu gegründete Unternehmen schafft wichtige Arbeitsplätze. Eine Unterscheidung zwischen innovativen Start Ups und allen anderen Selbstständigen ist nicht verständlich“, so Plank.

    Im Rahmen der Digitalisierung spielt die Bildung und der Aufbau von digitalen Kompetenzen eine Schlüsselrolle für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Tirol: „Um den internationalen Anschluss nicht zu verlieren, haben wir beim Ausbau der digitalen Infrastruktur noch einiges zu tun. Auch im Bildungsbereich müssen wir künftig offensiver sein und besonderes auf die digitalen Kompetenzen der Tiroler abzielen“, fordert der JW-Obmann abschließend.

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