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  • Tourismus ist „wichtige Triebfeder“ für Wohlstand in Tirol

    Die Zahlen sprechen für sich: Mit rund 340.000 Betten, etwa 46 Millionen Nächtigungen im Jahr 2015 und über 53.000 direkt Beschäftigten ist der Tourismus ein außerordentlich wichtiger Wirtschaftszweig für Tirol. Doch nun belegt eine Studie der Tiroler Landesstatistik in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) mit Sitz in Innsbruck, dass das ganze Land immens vom Fremdenverkehr profitiert, so das Land Tirol in einer Aussendung.

    APA (Gindl)

    „Die Bruttowertschöpfung, die durch den Tourismus ausgelöst wird, beläuft sich für ganz Tirol auf 6,4 Milliarden Euro“, erklärt Tourismusreferent LH Günther Platter. So ist beinahe ein Viertel (23,9 Prozent) der gesamten Tiroler Bruttowertschöpfung auf den Tourismus zurückzuführen.

    „Damit verbunden sichert der Tourismus rund 80.000 Arbeitsplätze, also ebenfalls fast ein Viertel aller in Tirol Beschäftigten“, freut sich Arbeitslandesrat Johannes Tratter, der die Studie in Auftrag gegeben hat. Er sieht in den Ergebnissen eine Bestätigung für die arbeitsmarktpolitische Relevanz der Branche in Tirol: „Abgesehen vom erfreulichen Aufwärtstrend der letzten zwölf Monate können wir grundsätzlich feststellen, dass sich der Arbeitsmarkt in Tirol im Vergleich mit anderen Bundesländern auch in schwierigeren Zeiten als recht stabil erweist. Dies ist – wie die vorliegenden Auswertungen nun belegen – nicht zuletzt auf die direkt und indirekt vom Tourismus kommenden Arbeitsplätze zurückzuführen.“

    Die Zahlen im Detail

    53 Prozent dieser Bruttowertschöpfung entfallen direkt auf den Tourismus, 47 Prozent wirken jedoch indirekt über den regionalen Wirtschaftskreislauf. „Das bedeutet, dass auch Bereiche, die nicht unmittelbar mit dem Tourismus in Berührung kommen, dennoch stark davon profitieren“, sagt LH Platter. Dazu gehören die Sektoren Handel, Bau oder Verkehr und Telekommunikation, aber auch Kultur, Bildung und Landwirtschaft.

    „Im Grunde profitiert die gesamte Wirtschaft von den Gästen, die nach Tirol kommen. Vor allem wenn man weiß, dass über 70 Prozent der Investitionen in der Hotellerie und Gastronomie ausschließlich an Tiroler Firmen vergeben werden, sieht man wie sehr der Tourismus für Arbeitsplätze in anderen Branchen verantwortlich ist.“, ist Tourismus-Spartenobmann der Wirtschaftskammer Tirol Franz Hörl überzeugt.

    Für LH Platter als Tourismusreferent der Tiroler Landesregierung zeigen die Studienergebnisse auch, dass die Tourismuswirtschaft Unterstützung statt weiterer bürokratischen Hürden von Bundes- und europäischer Ebene brauche. „Immer neue, in ihrem Nutzen teils fragwürdige Vorschriften haben die Stimmung in der Branche erheblich getrübt. Freude an der Arbeit und Optimismus sind aber die Grundvoraussetzungen für eine positive Weiterentwicklung des Tourismus und damit auch des gesamten Landes“, bekräftigt LH Platter.

    Über die Studie

    Die Grundlage für die Studie bilden Daten aus dem Jahr 2014, die der Tourismusstatistik der Tiroler Landesstatistik, dem Tourismus Monitor Austria, dem Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr sowie dem Landessachgebiet Verkehrsplanung, ASFINAG und der Statistik Austria entnommen wurden. Als Basis zur Berechnung der Wertschöpfung dienten die in den einzelnen touristischen Branchen erzielten Nettoumsätze. Unter Einbindung mehrerer hundert Wirtschaftsindikatoren wurden die regionalwirtschaftlichen Zusammenhänge Tirols abgebildet.

    Die Studie befindet sich als Download unter www.tirol.gv.at/statistik.

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