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  • Vampir mit Hilfe digitaler Technik auferstanden

    Ein Vampir ist wiedererstanden. Ein Team aus Brasilien und Tirol mischte dabei mit.

    Die einzelne Schritte der Rekonstruktion. Bild: Cicero Moraes / Caters News Agency

    700 Jahre ist es her, dass im tschechischen Ort Czelakowitz 14 Leichen verscharrt worden sind. Vor 50 Jahren wurden sie von Archäologen ausgegraben.

    Einige mit am Rücken gefesselten Händen, andere in unnatürlich verkrümmter Haltung. Aber ein Skelett erregte die Aufmerksamkeit der Forscher besonders:

    Der Mann hatte einen Holzpflock in seinem Brustkorb stecken, er war ihm ins Herz gerammt worden.

    Die Gerüchteküche brodelte: Hatte man hier Menschen hingerichtet, die für Vampire gehalten worden waren?

    Anlässlich des 50. Jahrestages der Entdeckung hat der Wissenschaftler und 3D-Designer Cicero Moraes aus Sinop in Brasilien das Gesicht des “Vampirs” digital rekonstruiert.

    Der Südamerikaner Moraes hat interessanterweise einen Tirol-Bezug:

    Er arbeitet mit einem Archäologenteam aus dem Nonstal zusammen und hat dabei bereits das Gesicht des Heiligen Antonius von Padua (UT24 berichtete) und der Welschtiroler Heiligen Paolina rekonstruiert.

    Der Schädel des Mannes ist gut erhalten, deshalb ging die Rekonstruktion ziemlich schnell voran,

    so Cicero Moraes,

    in nicht einmal 24 Stunden hatte ich ein ca. 35-jähriges, sehr ausdrucksstarkes Gesicht vor mir.

    Die Skelette waren 1966 bei Grabungsarbeiten für Wasserleitungen entdeckt worden.

    Der Vampirglauben hat sich ursprünglich von Südosteuropa ausgebreitet, tauchen aber erst ab dem 18. Jahrhundert in den schriftlichen Überlieferungen vermehrt auf.


     

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